Monatsarchiv: Oktober 2011

Please, be quiet!

Die ersten Tage in Brisbane sind gezählt und ich muss zugeben, dass es mir hier ziemlich gefällt. Die letzten Tage habe ich damit verbracht nach Informationen über die „White card“ und „RSA“ zu suchen. Natürlich wurden weitere Bewerbungen geschrieben und verschickt, das erste englische Telefongespräch mit einer „Job agency“ gehalten und mir die Zeit genommen, Brisbane zu Fuß zu erkunden.

Die Zeit ist am rasen!

Doch meinen Traum, auf einer Farm/Ranch zu arbeiten, gebe ich nicht auf, obwohl sich die Suche nach diesen Jobs als schwerfällig gestaltet. Vielleicht werde ich zunächst mit „Wwoofing“ beginnen, das heißt „Arbeit gegen Kost und Logis“.

Momentan befinde ich mich im YHA Hostel. Die Atmosphäre ist einfach super, nette Leute kann man dort antreffen und die Rezeption ist auch weitestgehend hilfsbereit. Doch leider bin ich diesmal in einen Zimmer voller Schnarcher und Ruhestörer geraten. Das heiß, man bekommt kein Auge vor zwölf zu und den Wecker für den nächsten Tag braucht man auch nicht zu stellen, weil irgendein Roommate immer gegen 7 Uhr seine Sachen packt und die Bahn damit beginnt ihren Betrieb aufzunehmen. Warum schreibe ich über die „Bahn“? Die Schienen verlaufen direkt neben meinem Fenster.

Also von Ruhe ist in diesem Hostel weit und breit nichts zu sehen.

Ansonsten geht es mir gut!

Bilder folgen noch.


Gesund nach Brisbane!

Vielen Dank an alle, die mir eine aufmunternde Nachricht per Facebook oder über meinen Blog geschrieben haben.

Mir geht es wieder gut. Der Schnupfen ist zwar noch nicht vollständig verschwunden, doch ich fühle mich richtig gut.

Danke Mama, für deine Heilrezepte! Bei Muttern ist es wirklich am Besten!

Ich glaube, ich habe meine Liebe für frischen Zitronentee gefunden. Der bewirkt echte Wunder.

@Fabian und Tobi: Ihr solltet den auch mal probieren, wenn ihr eine Erkältung habt xD

Da es mir wieder gut geht, habe ich mich soeben zum nächsten Greyhound Bus Shop bewegt um ein Ticket für morgen nach Brisbane zu buchen. Abfahrtszeit ist um 7.45 Uhr (australische Zeit). Wenn ich dann die Grenze zu Queensland übertreten habe, werden die Uhren, wenn ich mich nicht täusche, um eine Stunde zurück gestellt.

Meine erste Bewerbung für eine Küchenhilfe in Brisbane ist gestern auch versendet worden. So langsam habe ich mich auch in das australische Leben eingefunden und so fällt es einem von Tag zu Tag leichter, günstig einzukaufen, Bankangelegenheiten zu klären und sich über so manche Dinge zu beschweren.

Schöne Grüße aus dem schwülen und warmen Byron Bay.


Krank in Byron Bay

Lange habt ihr von mir nichts mehr gehört und dafür entschuldige ich mich. Josephine, Eddy und ich sind wieder nach Byron Bay zurück gekehrt und seitdem liege ich mit einer dicken Erkältung im Bett.

Schnupfen, Husten und Halsschmerzen plagen mich. Das ist umso ärgerlicher, da hier um die 26 Grad herrschen und ich mir den einen oder anderen Strandbesuch gegönnt hätte. Gesundheit geht vor Spaß und so habe ich mich die letzten Tage größtenteils im Hostel aufgehalten um meine Krankheit auszukurieren. Die Motivation, den Blog aktuell zu halten, sank deshalb auf Tiefpunktniveau.

Doch auf Mamas Heilrezepte ist immer Verlass und so waren Mandarinen, Zitronen und Kamillentee schnell besorgt. Um den Heilprozess zu beschleunigen dürfen Tabletten aus der australischen Apotheke nicht fehlen. Werden alle Produkte nun zusammen gemixt dürfte der Schnupfen keine Chance mehr haben und so hoffe ich, dass ich zum Wochenende hin wieder fit bin.

Drückt mir die Daumen!

Anbei befindet sich meine bisher zurückgelegte Reiseroute. Momentan plane ich, ab Anfang nächster Woche, nach Brisbane zu reisen um dort meine Reisekasse aufzubessern. Ich bin gespannt, wie lange der Plan hält.


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Über Port Macquarie und Coffs Harbour nach Byron Bay und Nimbin.


Aktueller Standort: Nimbin

Nachdem sich der Regen nach meinem letzten Bericht gelegt hatte, mietete ich mir ein Fahrrad um die kleine Stadt Byron Bay zu erkunden und einen kleinen Abstecher zum Strand zu machen.

Doch zunächst musste ich mich an den Linksverkehr gewöhnen, der hier in Australien herrscht. Obwohl einige Fahrradwege mir meine Tour erleichterten, blieb es mir nicht erspart, auch mal auf der falschen Seite zu fahren.

Am Captain Cook Lookout angekommen, ließ der schöne Blick auf den Strand alle Sorgen vergessen. Die Tour mit dem Fahrrad hat sich also gelohnt und so ging es mit einem Freiheitsgefühl auf in Richtung Hostel zurück.

„Doch Moment mal. Wo ist der Schlüssel für das Fahrradschloss?!“

Ich dursuchte Jacke, Tasche und Hose. Doch der Schlüssel war nirgends zu finden.

„Das kann doch ja nicht wahr sein. Ich hab es aber auch mit Schlössern.“

Ich suchte den Weg und Strand ab, doch der Schlüssel blieb verschwunden.

„Naja, vielleicht versuche ich mal an dem rostigen Schloss zu rütteln. Vielleicht hab ich ja Glück und es geht auf.“

Mit diesen Worten versuchte ich mich von der Hektik zu befreien und zu beruhigen. Ich nahm das Schloss in der Hand, rüttelte einige Male und wie es der Zufall will, öffnete sich das Schloss.

„Ohh my god. It works!“, jubelte ich. Das Schloss war von mir nicht richtig abgeschlossen worden.

Im Hostel beichtete ich der Rezeption mein Erlebnis. Eine Geldstrafe blieb von dem freundlichen Personal aus. Mein Glück blieb nicht lange aus und so lernte ich am Abend in einer gemütlichen Runde Josephine und Edward kennen. Josephine kommt aus Schweden, während Edward selber Australier ist. Beide hatten vor am nächsten Tag nach Nimbin aufzubrechen und so zögerte ich nicht lange zu fragen, ob ich mich nicht ihnen anschließen könnte.

„Yeahh, sure“, hieß es. „Auf geht’s nach Nimbin!“l
In Nimbin angekommen, erkundeten wir die Örtlichkeiten, lernten uns besser kennen und schmiedeten Pläne für die nächsten Tage. Das Hostel, in dem wir untergekommen sind, ist bis jetzt das Beste, was ich hatte. Es liegt auf einem kleinen Berg und ist somit vom zentralen Nimbin etwas isoliert, was ich doch sehr als positiv betrachte. Das Hostel selber ist eher ein Camping Hostel und liegt mitten in der Natur. Das tolle am Hostel ist, dass man entweder in einem Teepee übernachten oder sich ganz einfach ein Dorm mieten kann. Die Backpacker und das Personal sind super nett. Unseren Ankunftstag ließen wir in der tollen Umgebung in einem Teepee ausklingen.

Am nächsten Tag, den 21.10.2011, ging es auf in den National Park „Night Cap“ um den schönen Anblick der farbenfrohen Natur, Bäche und Wasserfälle zu genießen. Nach ca. 1 Stunde Fahrt wurden wir auch damit belohnt. Bilder sagen mehr als tausend Wörter. Wilde Tiere wurden selbstverständlich auch gesichtet.

Nach einem zweistündigen Aufenthalt im National Park traten wir den Heimweg an um am BBQ im Hostel teilzunehmen. Wir spielten einige Runden Pool und Trivial Pursuit mit Gleichgesinnten und so endete ein toller Tag.

„Ich kann es nicht fassen, dass ich schon knapp zwei Wochen hier bin.“ Mit diesen Worten trat ich meinen Schlaf an.


Bye Sydney, welcome Byron Bay

I’m really fed up. Mit diesem Gedanken ging ich zu dem Treffen um Alicia kennen zu lernen und in der Hoffnung, Sydney schon am nächsten Tag zu verlassen. Doch das Ergebnis des Treffens war nicht sehr motivierend:

Beide haben sich Missverstanden. Sie war dem Glauben verfallen, ich besäße ein Auto und das Gleiche glaubte ich von ihr. So verlief auch demnach das Gespräch sehr schleppend. Auch meine Idee, mit dem Bus nach Byron Bay zu fahren, überzeugte sie nicht und so trennten sich unsere Wege nach kurzer Zeit. In meinem Zimmer angekommen unterbreitete ich meinem Zimmerkamerad meinen Unmut.

„I’m really fed up with Sydney. It’s overhyped and overdeveloped.”

Doch er motivierte mich, doch alleine die Reise nach Byron Bay anzugehen.

„Why not?!“, sagte ich zu mir.“I’m free!“

So ging es auch gleich zu dem nächsten Bus Ticket Shop um die Fahrt nach Byron Bay zu buchen. Mit dem Ticket in der Hand ging es gleich zu Giovanni, ihm mein Ticket vorzulegen und zu sagen, dass dies mein letzter Abend mit ihm sei. Lange zögerten wir nicht und nahmen in unserem Hostel an einem BBQ teil, trafen nette Leute, die uns überredeten, mit ihnen im Anschluss in den nächsten Pub zu gehen. Gesagt, getan. Das Highlight in dem Pub war das Krabbenrennen, wobei meine Krabbe namens „Giovanni“ sich keinen Millimeter vom Fleck bewegte. Nächstes Mal nenne ich sie „Turbolinchen“. Vielleicht bringt sie mir ja mehr Glück.

Danach ging es mit Feiern weitern und ich muss zugeben, dass an dem Abend eine großartige Atmosphäre herrschte. Wir hatten soviel Spaß, Ladies kennen gelernt, getanzt und gequatscht. Kaum mit Deutschland zu vergleichen.

Umso schwerer fiel es mir mich nach einer schönen Zeit von meinen Bekanntschaften zu verabschieden. Doch man soll ja bekanntlich gehen, wenn es am Schönsten ist und wie es sich als Backpacker gehört, packte ich meine Sachen um 1 Uhr nachts um dann vier Stunden später aufzustehen und gegen halb sieben zum Bus zu laufen. Gefrühstückt wurde in einer Telefonzelle des Hostels.

Der Bus war komfortabel und nicht überfüllt. Jeder hatte seine eigene Sitzreihe und die Klimanlage funktionierte einwandfrei.

„So kann es doch 12 Stunden lang nach Byron Bay gehen“


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Die Fahrt verlief sehr schnell. Es wurde gelesen, sich mit Gleichgesinnten unterhalten, regelmäßige Stops eingelegt, die dazu führten, australische Christen kennen zu lernen, die uns herzlich begrüßt und Kaffee und Tee angeboten haben. Sowas findet man in Deutschland nicht. Es gefällt mir hier!

Am Abend traf ich in Byron Bay ein, checkte im Hostel ein und hielte schon den einen oder anderen Smalltalk. Nach einem Teller mit Nuddeln und Pesto ging es auf ins Bett.

Da Tag danach fing um ca. 11 Uhr an. Ich hatte mir in den Kopf gesetzt Byron Bay mit dem Fahrrad zu erkunden. Doch mein Plan wurde durch ein Regenschauer zerstört. Ich hoffe sehr, dass sich bald die Sonne wieder zeigt um diesem Bericht hier ein Ende zu setzen.

Leider habe ich von einigen Leuten erfahren, dass es hier sehr schwierig ist, einen Job zu finden. Verschiedene Jobvermittlungsseiten im Internet bestätigen diese Meinung. Vielleicht seht ihr mich ab nächster Woche in Brisbane. Aber zunächst wird Byron Bay genossen und vielleicht ein Tandem Sprung aus ca. 3000m Höhe gewagt. Ich werde berichten!

Bilder vom Bondi Beach (Sydney) wurden dem unteren Artikel hinzugefügt.


The night was awesome!

Der Hostel- Wechsel ist nun vollzogen, auch, wenn ich die ersten Stunden im neuen, günstigerem Hostel alleine unterwegs war.

Wie auch auf diversen Internetseiten beschrieben, lebt dieses Hostel von Anonymität. Das mag für den einen oder anderen Traveller vom Vorteil sein, doch ich möchte Menschen kennen lernen. Die erste Gelegenheit bot sich am schwarzen Brett meines Hostels. Dort hing ein Zettel mit den Worten, dass ein Mitfahrer nach Byron Bay ab Dienstag oder Mittwoch gesucht wird um sich die Spritkosten zu teilen. Lange zögerte ich nicht und stand auch schon an der Rezeption mit einem Stück Papier und einem Stift an der Rezeption bewaffnet um eine Nachricht zu hinterlassen:

„Hi, I’m interested in you offer. 18th would be fine.”

Kurze Zeit später hing auch schon der Zettel an ihrer Türe. „Wollen wir das Beste hoffen“, sagte ich mir und beschloss darauf in dem am Hostel angrenzenden Pub eine Kleinigkeit zur mir zu nehmen. Da an diesem Abend ein Spiel der Rugby WM in Neuseeland übertragen wurden, war der Pub auch dementsprechend gut besucht. Und ich muss wirklich sagen, dass Rugby mir um einiges besser gefällt als Fußball J An diesem Abend spielte Wales gegen Frankreich. Schnell war zu erkennen, welcher Mannschaft der Pub hinter dem Rücken stand. Ich sag nur eins, dass diese Mannschaft acht zu neun verloren hat. Welche war das (als läge das nicht auf der Hand)? Die Antwort bitte in die Kommentare posten!

Obwohl der Pub gut besucht war, waren keine Traveller weit und breit zu sichten und so verließ nach dem Spiel alleine den Pub.

In meinem Zimmer angekommen, surfte ich mit meinem Mobile- Phone im Internet bis sich die Tür von meinem noch nicht vorgestellten Zimmerkamerad öffnete. Wir begrüßten uns und waren sofort auf einer Wellenlänge. Er ist aus Italien und nach Australien gekommen um neue Erfahrungen als „Waiter“ zu sammeln.

Kurz darauf fragte er mich auch schon ob ich nicht Lust hätte mit ihm und seinem Freund in Kings Cross zu feiern zu gehen

„Yes, of course. Let’s go.”

Seinen italienischen Freund haben wir an der Rezeption abgeholt. Giovanni ist sein Name, hier in Australien unterwegs um „business interviews“ zu führen und um in die Welt des „Marketings“ zu schnuppern. Ja, er kann ein perfektes Englisch reden.

„Besser kann es nicht laufen“, und so waren wir in einem Taxi Richtung Kings Cross.

Die Nacht war einfach der Hammer aber auch sehr teuer. 20$ bis 25$ Eintritt für die Discotheken waren keine Seltenheit. Wenn man aber schon hier ist, sollte man auch seine Gelegenheit nutzen.

So wurde bis 3 Uhr in die Nacht getanzt und getrunken. Besonders mit Giovanni habe mich sehr gut verstanden, Männergespräche gehalten und den einen oder andren Joke über so manche Personen im Club gemacht.

„The night was awesome!“

Der nächste Morgen begann für mich „schon“ um 13Uhr. Mit Freude bemerkte ich einen an mich adressierten Zettel, mit Treffpunkt und Uhrzeit um die Reise nach Byron Bay zu plannen. Ich bin gespannt, der Termin ist morgen.

Da ich aber auch Giovanni vorgeschlagen hatte, an dem heutigen Tag nach Bondi Beach zu fahren ging es auch schon für uns beide gegen 14.30 Uhr dahin mit dem Bus.

Nachdem wir angekommen sind kam ich nicht aus dem Staunen heraus. Der Sand ist weich, schön und angenehm zu betreten.. Natürlich durfte ein kleiner Ausflug ins Wasser nicht fehlen, obwohl es an diesem Tag sehr kühl war.

Da sich der Tag dem Ende näherte und meine Beine anfingen, aufgrund der Kälte, zu zittern, ging es für mich auf in Richtung Hostel. Giovanni traf sich dagegen mit einer Freundin.

Eine heiße Dusche im Hostel kann einen so ziemlich für einen gemütlichen Abend motivieren und so sitze ich auch hier in der Libary mit Giovanni und schreibe diesen Bericht.

Fotos folgen noch!


Bed Bugs, Kakerlaken und das Problem mit der TFN

Ich weiß nicht so richtig, mit welchem Ereignis ich diesen Artikel eröffnen soll. Bed Bugs, Kakerlaken oder doch lieber mit dem Steuernummer (TFN)- Problem?

So ekelig und stressig die Stichworte klingen mögen, umso mehr Spaß bereitet mir diese abenteuerliche Reise in Australien und umso mehr kann ich meinen Daddy verstehen, der sich öfters auf Montage in der Welt rum treibt.

Der 13. Oktober begann nicht sonderlich gut. Das mag wohl daran gelegen haben, dass ich mich die Nacht am ganzen Körper gekratzt habe und unruhig geschlafen habe. Ziemlich psteif und unausgeschlafen stieg ich dann aus meinem Hochbett und der erste Blick viel auf meine Füße.

„Ohhh Gott, meine Füße sind knatsch Rot und angeschwollen“. Ich hutschte sofort mit meinem Kulturbeutel ins nächste Badezimmer um die Sache näher zu betrachten.

„Ach, ist nur halb so schlimm, wird schon wieder verheilen. Kommt bestimmt von dem gestrigen Trip rund um Sydney.“

Dem war aber dann nicht so als ich auf Toilette saß und bemerkte, dass sich die Schwellung komplett über meine Beine, Bauch und Arme bis hin zu den Schultern zog. Nun war mir klar, dass es nichts Gewöhnliches sein konnte. Sofort zog ich mich um, suchte im Internet den nächsten Hautarzt und beschloss kurzer Hand zu ihm zu laufen.

Nach einer ganzen Stunde konnte ich den Arzt auffinden und bekam kurz darauf einen Termin, nachdem ich versichern konnte, die Arztrechnung von über 200$ zu bezahlen.

Das Gespräch mit der Ärztin verlief soweit gut, da sie ein paar Brocken Deutsch zu sprechen vermag und dies mich wiederrum beruhigte. Es stellte sich nun heraus, dass diese Schwellungen Bisse von sog. Bed Bugs (Bettwanzen) sind und ein solches Jucken hervorrufen. Sie empfahl mir weiterhin das Hostel zu wechseln und gab mir eine Creme und ein Rezept für Tabletten mit. Ich bezahlte die Arztrechnung und machte mich auf in die nächste Apotheke.

Glücklicherweise war der Hyde Park in der Nähe und so beschloss ich nach dem Besuch der Apotheke dort hin zu laufen um dort in Ruhe im Internet zu stöbern, auf der Suche nach einem neuen Hotel für die nächsten zwei Tage. Schnell war eins gefunden, das auch noch in der Nähe lag. Mit Google Maps in der Hand war der Ort leicht zu finden. An der Rezeption angekommen buchte ich ein Einzelzimmer für zwei Tage. Mit einem guten Gefühl- endlich kann ich in Ruhe schlafen- betrat ich mein Zimmer als mich nun mein Zimmerkamerad mit seinen kleinen Augen anstarrte.

„Na super, erst Bed Bugs, dann Karkerlaken.“

Auf zur Rezeption und denen mein Problem schildern. Es brauchte nicht lange und schon hatte ich ein neues Zimmer zugewiesen bekommen. Vorsichtig betrat ich das neue Zimmer, begutachtete Boden und Matratze und konnte mir dann sagen, hier kannst du mit einem ruhigen Gewissen übernachten.

Aber warum soll es der Niclas nun einfach haben? Das TFN- Problem.

Am Mittwoch habe ich online einen Steuernummernantrag getätigt und die Adresse von meinem Bed Bugs „verseuchten“ Hostel angegeben. Naja, dahin geht dann auch der Brief mit der Steuernummer.

Also wusste ich schon, wie ich den nächsten Tag zu planen habe: Taxoffice in Sydney aufsuchen und mein Problem schildern. Doch ich machte mich deswegen nicht verrückt und so ließ ich den Abend mit einer leckeren Pizza und meinem ersten australischem Bier an der Cockle Bay ausklingen.

Das Abenteuer fängt an!

Der nächste Morgen, den 14.10.11, fing um 7.00 Uhr mit einem Skype- Gespräch mit meiner Freundin und meinem Daddy an. Ja, eigentlich fing der Tag erst „richtig“ um 12 Uhr an, da ich mich nach dem Skypen eigentlich nur kurz hinlegen wollte, und nicht vier Stunden.

Mit einem großen Sprung stand ich vor meinem Bett, putze meine Zähne, zog mich an, füllte den Trockner mit Wäsche und war ca. 30 Minuten später auf dem Weg zum nächsten Taxoffice. Wie schön es doch ist, Orte und Geschäfte zu entdecken, die ich nur durch gezielte Suche gefunden hätte. Darunter gehörten zum Beispiel der Apple Store, der an diesem Tag das neue iPhone 4S offiziell verkaufte.

„Später kannst du einen Blick dahin werfen. Kümmere dich erstmal um die Steuernummer“, ertönte es in meinem Kopf.

Gesagt, getan. Minuten später sprach ich auch schon mit einem Mitarbeiter des Taxoffice, der mir empfohlen hat, per Internet oder Anruf die Adresse zu ändern. „In Ordnung“, brummte ich höflich und zog mich aus dem Taxoffice zurück um in meinem Hotel die Adressänderung per Telefon durchzuführen.

Mit Tüten unterm Arm, voll gepackt mit Essenssachen, betrat ich das Hotel und nahm aufgeregt das Handy in die Hand, nachdem ich die Tüten abgestellt hatte. Einen kurzen Moment gewartet, Sätze ausgedacht und den Anruf getätigt. Das Gespräch verlief ziemlich gut aber die Lösung für mein Problem ist eher bescheidend.

„We dont’t see your TFN Number in our system, because you made an application for it two days ago. Please, try it in one week again.”

“Arghh, das kann ja wohl nicht wahr sein.”

Aber was soll mir nun schlimmeres passieren? Mit diesen Worten versuchte ich mich zu motovieren. Da ich das Hotel morgen schon wieder verlassen muss, suchte ich im Internet nach einem neuen Hostel obwohl ich die Bed Bugs im Hinterkopf hatte. Auf Dauer kann ich dennoch nicht hier leben, da ich für dieses Hotel knapp 70$ die Nacht berappen muss und schon war ein neues Hostel für ca. 40$ die Nacht gebucht.

Nach der ganzen Aufregung widmete ich mich nun meinen Magen, der etwas Herzhaftes verlangte. Auf geht’s mit Hackfleisch, Nudeln, Salz und Pfeffer in die Hotel eigene Küche.

Bilder sagen mehr als 1000 Worte. Die Portion war riesig. Leider war der kleine Fresshamster mit dem Namen Laura E. -für die Leute, die sie nicht kennen; das ist meine Freundin- nicht anwesend. Somit durfte ich dann einiges an Nudeln und Hackfleisch an den Mülleimer verfüttern.

Das aufregende und mit Magenschmerzen belastete Skype- Gespräch mit meiner Mum und Schwester darf natürlich auch nicht ungenannt bleiben.

@ Mama „Neues Laptop oder doch lieber iPad2?“

So, das waren die letzten zwei Tage zusammengefasst. Hier ist es nun 00.01 Uhr, 15.10.2011. Deswegen werde ich mich nun ins Bett begeben. Mal schauen, was dieser Tag zu verbergen hat.


Lovely Australia!

Die erste Hürde habe ich hinter mir gelassen obwohl ich erst um 10.30 Uhr aufgestanden bin. Mein Bankkonto bei der Commonwealth Bank wurde heute beantragt, eine Prepaid Karte für mein Handy und meinem Netbook besorgt und Geld gewechselt.

Ich muss wirklich sagen, dass die australischen Bewohner sehr freundlich sind und gerne den einen oder anderen Smalltalk mit mir halten. So bekam ich auch schon eine Adresse zugesteckt um eventuell Arbeit zu finden. Dabei handelt es sich um das „RTA“, das man mit dem deutschen Straßenverkehrsamt vergleichen kann mit dem Unterschied, dass auch Road Working Jobs vergeben werden. Deshalb werde ich mich vielleicht dort vorstellen. Mal schauen, was daraus wird. Aber auch durch dem Mitarbeiter meines Handy Providers konnte ich erfahren, was die Australier an Deutschland lieben bzw. nicht lieben. Die Australier schätzen sehr die deutsche Autoindustrie. Das konnte ich aber schon vorher feststellen, da hier sehr stark die Marken Audi und VW vertreten sind.

Jetzt knurrt mein Magen. Ich denke, dass es Rührei mit Speck, Tomaten und Gurken gibt. Das alles wird natürlich von mir zubereitet xD.

Natürlich sind wieder einige Bilder onboard. Es wäre schön, wenn die eine oder andere Person mir eine Mail hinterlässt. Damit ist auch meine Freundin angesprochen. „Denk an die Bilder“, xD.


Angekommen

Nach über 24 Stunden bin ich nun endlich in Sydney angekommen. Der Jet Lag haut richtig rein und so werde ich noch von ihm die nächsten Tage was haben.

Nachdem der Flieger gelandet ist, kam dann die Passkontrolle, wobei mich die Dame am Schalter darum gebeten hat, ihrer Mitarbeiterin zu folgen.

„Schluck…“, dachte ich. Hoffentlich ist bei der Beantragung des Visums nichts schief gegangen. Nach einem kurzen Gespräch beruhigte mich die Dame, dass alles „Ok sei und ich nur einen Stempel in den Reisepass bekommen.

„Gott sei Dank“, die Reise kann weiter gehen. Auf zum Gepäckband und auf meinen Rucksack warten. Nach ca. 45 Minuten hatte ich nun alle Kontrollen hinter mir und konnte nun das erste Mal australische Luft schnuppern.

Lange konnte ich aber nicht schnuppern, da Anrufe nach Hause getätigt werden mussten, die Freundin angerufen werden will und schließlich musste ich mich auch noch um einen Shuttle Service kümmern. Das Ticket für den Shuttle Service war leicht zu bekommen und so ging es auf in Richtung Evas Backpackers. Nachdem ich eingecheckt hatte, das Bett bezogen habe und den einen oder anderen Smalltalk mit meinen Zimmerkameraden gehalten habe, erwartete mich das erste Problem.

Ich sag nur eins dazu: „Verschließe nicht einfach ein Code- Schloss an deinen Schrank ohne den Code nicht zu kennen.”

Sonst könnt ihr euch, wie ich, einen Bolzenschneider an der Rezeption holen um sich doch gegen das Schloss zu behaupten. Das Ergebnis ist als Bild festgehalten worden.

So, jetzt werde ich erstmal die Stadt erkunden, die einen und anderen Kleinigkeiten erledigen und meinen Bauch sättigen.

[


Angekommen in Abu Dhabi

Alles verläuft nach Plan. Um 6.30 Uhr bin ich in Abu Dhabi nach starken Turbulenzen, die gegen 1.30 Uhr aufgetreten sind, gelandet. Nachdem ich mich ein bisschen frisch gemacht habe sitze ich nun in der Wartehalle und habe das Glück, ein offenes Wlan- Netzwerk gefunden zu haben. Neben mir sitzt nun ein Vollidiot, der meint, jede Minute aufstehen um dann sich wieder mit voller Wucht hinsetzen zu müssen, so, dass sich die komplette Bank hin und her bewegt.

Lustigerweise hatte ich während des Fluges keinen Sitznachbarn. Online Check- In sei Dank.

Jetzt, wo ich diesen Text schreibe, ist mir aufgefallen, dass ich anscheinend doch am falschen Terminal stehe, da mir ein Schild mit der Aufschrift “Terminal 3 Walking distance 08 minutes” entgegen leuchtet. Ich glaube, ich sollte mal nachfragen, wo jetzt wirklich der Flieger abhebt, da auf meinem Reiseplan Abflug ab”Terminal 3″ steht und dachte ich würde mich in diesem schon befinden :) . Weiter geht das Abenteuer.

Zum Schluss noch ein paar Fotos vom Flug.

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