Archiv des Autors: thegrabbi

Great Ocean Road!

Es ist 19:41 Uhr und ich sitze hier mit meiner neuen Reisepartnerin Ines in einem Wald in der Nähe von Lorne während das nächtliche Tierreich spazieren geht und uns anscheinend beobachtet.

Letzten Samstag hatte die Mildura Ära auch ein Ende. Mit viermonatiger Arbeit in den Knochen, einem gut gefüllten Konto und dem Second Visa in der Tasche ging es an dem besagten Morgen nach Melbourne um dort mich mit potenziellen Reisepartnern zu treffen, die auf mein Angebot über eine Internetseite eingegangen sind.

Es war eine tolle Zeit, die ich in Mildura verbracht habe. Rob, mein Farmer, hat sich am letzten Tag nochmals bei mir bedankt und geäußert, dass ich eine tatkräftige Unterstützung war.

„Sehr geil!“

Nach einer holprigen Nacht im Lerderberg State Forest, begab ich mich am Sonntag für die letzten 50km auf den Highway um Melbourne zu erreichen. Aufgrund des schrecklichen Verkehrs in Melbourne musste ich das erste Treffen um eine halbe Stunde verschieben, das aber dennoch bei einem Kaffee gemütlich verlief. Das zweite Gespräch mit Ines war für drei Uhr angesetzt. Genug Zeit um in der National Gallery of Victoria zu stöbern. Die Zeit verstrich im Flug und das Allgemeinwissen, was Kunst angeht, wurde verbessert, wenn auch nur in geringen Mengen ;)

Dann war auch schon das Meeting mit Ines, das äußerst positiv verlief und die Entscheidung auch letztendlich auf sie fiel.

Die letzten Details wurden am Abend übers Telefon ausgetauscht und der wundervolle Blick vom Skydeck 88 auf die Lichterstadt Melbourne wurde in großen Zügen genossen.

Am darauffolgenden Morgen holte ich Ines mit ihrem Gepäck um 10.30 Uhr vom Hostel ab und ließ mir den Strand von St. Kilda zeigen, auf dem momentan die Pinguine zu sehen sind. Leider sind sie erst bei Sonnenuntergang zu betrachten.

Im nächstbesten Shopping-Center haben wir uns dann noch mit reichlich Essen eingedeckt um die Tage auf der Great Ocean Road zu überleben. Gegen Nachmittag starteten wir auch unsere gemeinsame Reise. Versehentlich geriet ich dann auch noch in Melbourne auf eine Mautstraße ohne Genehmigung. Das Schild, was einem die Fahrt ohne eine Genehmigung kostet, trieb mir den Schock erst recht in mein Gesicht

„Verdammt! Nicht schon wieder 100$ Strafe zahlen.“

Doch nach einem Telefonat mit der Mautstelle wandelte sich der Schock in pure Freude.

„Das ist kein Problem. Sie können die Genehmigung für 13,50$ nachkaufen“.

Gesagt, getan. Lieber 13,50$ zahlen als die Strafe.

Weiter ging es dann nach Geelong in Richtung Great Ocean Road (GOR). Da es schon dunkel war, wir müde und uns nur noch einige Kilometer vor der GOR befanden begaben wir uns auf die Suche nach einem Caravan Park. Die Suche verlief aber sehr schleppend da viele schon geschlossen hatten. Die letzte Hoffnung war in einem Hostel zu finden. Der freundliche, junge Mann an der Rezeption half uns bei der Suche und rief sogar für uns bei einem Caravan Park an, der sich ca. 6km von uns entfernt befand. Ich war aber schon kurz davor zur nächsten Polizeistelle zu fahren um die Herren im Dienst zu fragen, wo man den übernachten könnte ohne nicht gleich eine Strafe zu kassieren. „Wild Camping“ in Australien wird nicht von den Behörden geduldet und mit ca. 125$ Strafe (Victoria) geahndet.

Aber so weit ist es nun doch nicht gekommen. Damit war die Suche beendet und ein geeigneter Schlafplatz gefunden.

Bei einem leckeren Kaffee, gefolgt von einer Schnitte Nutella- Brot betrachtete ich den Sonnaufgang am nächsten Morgen. Bei klarem Himmel und einer angenehmen, sommerlichen Temperatur mit einer kühlen Briese begaben wir uns auf die GOR. Kaum hatten wir die ersten Meter hinter uns gebracht war ich schon voll und ganz von dem Meeresblick und der Natur begeistert.

Bilder sagen mehr als 1000 Worte. Schaut sie euch einfach an.

Natürlich durfte auch der Wasserfall in der Nähe von Lorne nicht fehlen, denn ich mit stinkenden Bremsen erreicht hatte. Der Blick auf den Wasserfall war dies aber wert.

Ok, um ehrlich zu sein war ich doch schon ein bisschen aufgeregt ob ich auch den steilen Berg mit ca. 2,5 Tonnen unterm Hintern wieder hoch komme. Im ersten Gang hat aber alles wunderbar geklappt.

Hungrig machten wir uns wieder zurück nach Lorne und bereiteten unser Abendessen an einen der Barbecue- Grills zu. Da der Strand direkt um die Ecke war, durfte natürlich ein Sprung ins eiskalte Wasser auch nicht fehlen.

Über 200km haben wir noch vor uns, die ganz schön lang sein können, wenn man nur alleine an die Sehenswürdigkeiten und Lookouts denkt.

Den 09.05. haben wir zum größten Teil in der Nähe von Lavers Hill verbracht und uns in den Otway Hochseilgarten gewagt. Bei Regen – sonst wäre es ja kein Regenwald- ging es zunächst 28m über den Erdboden hoch bis wir schließlich einen Aussichtsturm erreichten, der weitere 17m hoch war. Zwar schaukelte alles hin und her, doch die Aussicht aus 45m Höhe auf einen Regenwald war atemberaubend. Weiterhin ist dies der höchste Hochseilgarten auf der ganzen Welt, wenn meine Informationen stimmen.

Nass und mit über 100 Bildern schwerer ging es dann auf in Richtung Johanna Beach, wo wir auch die Nacht verbracht hatten.

10.05.2012

Dann standen auch schon die Twelve Apostels, weitere Lookouts (London Bridge,…) und natürlich die Küste selber auf dem Tagesprogramm.

An dieser Stelle kann ich wieder nur auf die Bilder verweisen. Es ist einfach traumhaft!

„Laura, das wäre echt was für dich.“

Nach einem Essenseinkauf in Warnambool ging es am Abend auf den nächsten Caravan Park.

;

Diese Diashow benötigt JavaScript.


Kalt … !

Ich weiß, ihr wartet auf einen Artikel und der Niclas liefert ihn einfach nicht. Ja, ich sollte mich wieder zur Wall auf Shame begeben. Herausreden möchte ich mich nicht aber in den letzten Wochen hat sich einiges verändert und die Zeit verlief deshalb wie im Flug.

Die gemeinsamen Wege mit Christina und Stephan sind in der letzten Woche auseinander gegangen, denn der Officer Job bei der CSIRO hatte nun auch eine Ende und meine Reise ging wieder zurück auf meine alte Farm, wo ich nun die letzten Wochen des jetzigen Monats  arbeiten werde um einerseits die übrigen Arbeitstage abzuleisten, die mir es dann erlauben, das zweite Working & Holiday Visum zu beantragen aber auch um die letzten Kroschen für meine Weiterreise zu verdienen. Denn ab Anfang Mai geht es dann nach Alice Springs um von dort aus an einer Tour zum Uluru/Ayers  Rock teilzunehmen.

Es war eine sehr schöne Zeit mit den Beiden, die wir in einem großartrigen Haus zum Spotpreis verbracht haben.

Am 06.04.2012 besuchte uns noch ein Sandsturm, der halb Mildura in einem roten Schleier einhüllte. Man konnte keine 50 Meter mehr schauen und der Unterschied zwischen meinem T- Shirt und dem Sand war kaum zu erkennen. Ein Glück, dass ich mich erst am nächsten Tag  zu meiner Farm begab. Der Luftfilter hätte sich gefreut.

Kaum war ich auf der Farm angelangt, stellte ich eine kleine Veränderung fest. Ein Blick auf das Thermometer löste dann das Rätsel …

Die vergangen Tage auf der Farm waren … kalt. Man wird es mir kaum glauben, aber um 6 Uhr abends musste ich schon meinen Heizlüfter mit sage und schreibe 2000 Watt Leistung anschalten, von denen ich geradezu nur 2 Watt zu spüren bekomme, um  die Nächte einigermaßen zu  überstehen. In Nacht von Mittwoch zu Donnerstag (11.04-12.04) betrug die tiefste Temperatur 1,2°C. Da kam  richtiges Remscheider- Feeling auf oder sagen wir lieber, Gänsehaut- Feeling.

Momentan rüste ich in meiner Freizeit die Küche meines Autos auf und spiele mit dem Gedanken die 1000$ in das Auto zu stecken um durch den australischen  Tüv zu kommen. Denn ohne Tüv (Safety Certificate) kann ich das Auto nicht verkaufen.

Wie gesagt, das Spendenkonto steht weiterhin für Sie offen. ;)

Zuletzt möchte ich mich nochmals bei meinen Eltern bedanken, denn die ersten Bilder meines neu, renovierten Zimmers sind durchgedrungen.

„Einen großartigen Job habt ihr geleistet. Danke, Mama. Danke, Papa.“

Dazu muss ich betonen, dass mein Vater die Renovierungsarbeiten in seinem Urlaub gemacht hat, da er für eine Woche nach Deutschland kam.

Ich sehe gespannt auf die nächsten Wochen und versuche euch möglichst auf den aktuellen Stand der Dinge zu halten.

Euer Niclas, der immer mehr in die Breite wächst.


Noch ein Wunsch?

Es war für mich sehr überraschend, meinen Artikel im Remscheider General Anzeiger zu lesen, da ich mit einer Veröffentlichung nicht mehr gerechnet habe. Wie gesagt, es kommt immer anders als man denkt.

Zunächst möchte ich erwähnen, dass ich ziemlich froh über meine Anstellung als „Officer“ bin, die ich am 20.02 angetreten bin. Die Abteilung, für die ich arbeite, modifiziert die Weine so, um größere, kleinere, längliche oder kernlose Trauben zu produzieren, die sich alle auch noch im Geschmack unterscheiden. Meine Aufgaben belaufen sich dabei auf die Beschneidung der Weine und die Zählung der Traubenbündel (Vine bunches). Durch die Zählung werden Statistiken aufgestellt, die dabei helfen sollen, die „perfekte“ Traube zu finden.

Ein sehr interessanter Job für einen Backpacker, der auch noch sehr gut bezahlt ist!

Mit mir
arbeiten auch noch zwei deutsche Backpacker, Christina und Stephan. In den letzten Tagen hat sich dieser Kontakt so stark intensiviert, dass ich das Angebot von ihnen erhalten habe, in ihre Wohnung mit einzuziehen. Das Angebot habe ich herzlich angenommen und den Umzug am Donnerstag hinter mich gebracht. Jetzt lebe ich endlich in einer Wohnung, besitze ein eigenes Auto und arbeite für die CSIRO.

Besser kann es mir nicht gehen!

Was mich aber an Australien stört, ist die Unfähigkeit mancher Australier. Durch ein Missgeschick sind mir nämlich zwei Radschrauben abgebrochen, die ich auch nach tagelangem Suchen nicht auftreiben konnte, da die unterschiedlichen Händler diesen Schraubentyp nicht kennen würden oder nicht auf Lager hätten und ich somit mit min. 1 Woche Lieferzeit rechnen müsste.

„Hallo! Geht’s noch! Es handelt sich lediglich um zwei Schrauben!“

Der Höhepunkt war dann noch, dass der Mechaniker die komplette Disc austauschen wollte, da er der Meinung war, dass das Gewinde der Disc durch die abgebrochene Schraube zerstört wurde.

„Ja klar, noch ein Wunsch, lieber Herr Mechaniker?“

Da mir das zu bunt wurde, habe ich letztendlich meinen Mechaniker des Vertrauens angerufen und einen Termin vereinbart. Und siehe da! Er bestellte für mich neue Schrauben und bohrte den Rest der abgebrochenen Schrauben aus der Disc. Kein beschädigtes Gewinde, keine neue Disc.

Warum will die Mehrheit der Australier gleich alles austauschen?

Ansonsten habe ich aufgrund der Arbeit nicht viel erlebt. Meistens geht es am Wochenende nur in die örtliche Bar und Discothek oder es werden am Abend lustige Monopoly Stunden mit Stephan und Christina verbracht.

Da ich noch ein Geld verdienen möchte, geht es deshalb erst ab Anfang-Mitte Mai wieder auf Achse. Dann heißt nur noch „reisen“ bis der Rückflug im August angetreten wird.


Mr. Officer!

Nach knapp vier Wochen kann ich heute meinen ersten arbeitsfreien Tag genießen und mir die Zeit dafür nehmen, meinen Blog auf den aktuellen Stand zu bringen. Nach einem Monat warten ist dies auch nötig um euch, meine Fans, nicht im Stich zu lassen.

Einige von euch wurden durch Facebook über meine Lage informiert und wissen auch, dass ich seit zwei Wochen meinen eigenen Weg mit meinem Campervan bestreite. Dazu ist es durch eine Auseinandersetzung mit meinem Reisepartner Ilja gekommen. Die Gründe möchte ich dennoch nicht öffentlich nennen. Wer Interesse daran hat, kann mir ruhig eine Email schreiben.

Anyway!

Mein Arbeit auf der Farm habe ich am letzten Sonntag niedergelegt und mich auf dem Weg gemacht, näher in Richtung Stadt zu rücken. Die letzten 1 ½ Monate waren eine sehr eindrucksvolle Zeit. Ich muss gestehen, dass die Farm schon zu meiner zweiten Heimat wurde und es mir dadurch schwerer fiel sie wieder zu verlassen. Erfahrungen habe ich sehr viele gewonnen, wie auch die Freundschaft zu meinem Arbeitskollegen Doug, die durch kommende Besuche weiter gepflegt wird. Doug, der sehr geduldig aber auch manchmal streng mit mir war, habe ich es zu verdanken, einen großen Einblick in die Aufgaben eines „Fruit in Hands Technician“ zu gewinnen. Thinning, weeding, pruning, picking und packing standen auf dem Wochenprogramm und auch, wenn diese Begriffe sich „einfach“ anhören, so kann ich auch nur das Gegenteil behaupten. Denn auch mir sind noch in der letzten Woche einige Fehler unterlaufen.

Durch zwei französische Wwoofer, die für knapp zwei Wochen auf der Farm gelebt haben, hatte ich die Möglichkeit für vier Tage auf einer anderen Farm zu arbeiten, da ich deren Auto zur Verfügung gestellt bekommen hatte. Warum habe ich denn nicht mein Auto genommen? Ja, dies war einer der ausschlaggebende Punkte, warum sich die Wege zwischen mir und Ilja getrennt haben. Ich habe den Van nämlich nicht bekommen. Die Worte der Franzosen, dass Backpacker zusammen halten müssten, konnte ich nur mit einem Schmunzeln untermauern.

In der letzten Woche hat dann der Farmer Rob dann immer weniger Arbeit für mich gehabt, so, dass ich mich nach einer anderen Arbeitsstelle umschauen musste. Die erste Anlaufstelle war das “Madec„ Harvest Office in Mildura und wie mich das Glück in der Jobsuche jedesmal packt, so wurde ich direkt zu meinem nächsten Job vermittelt. Am Montag, den 20.02.2012, werde ich als „Research Projects Officer“ für die staatliche Institution „CSIRO“ arbeiten. Die Stelle werde ich bis Anfang April besetzen und die Bezahlung ist mehr als gut.

Ab sofort möchte ich, dass ihr mich nur noch „Officer“ nennt!

Diese Woche habe ich mit einem Fruit Picking Job (Grapes) überbrückt um ein bisschen Taschengeld zu verdienen. Auch meine Meinung, dass man durch einen Fruit Picking Job seine Reise nur unzureichend finanzieren kann wurde in dieser Woche wiederlegt. Es ist möglich, wenn man hart genug arbeitet.

Momentan befinde ich mich auf einem Caravan Park, ca. 20km von Mildura entfernt und genieße nun meine neuen Freiheiten. Alleine lässt es sich doch besser Reisen, auch, wenn ich nun für alle Kosten aufkommen muss. Doch dafür haben sich auch meine Chancen in der Jobsuche erhöht, denn zu zweit hätte ich den „Officer“ Job niemals bekommen.

Meine Nachbarn sind auch Backpacker mit denen ich schon lustige Abende verbracht habe. Ab Morgen geht dann die Suche nach einem neuen Caravan Park weiter, der näher an meiner Arbeitsstelle liegt. Aufgeregt und gespannt schaue ich nun auf meinen neuen Job.

Drückt mir die Daumen!


Wall of shame!

Seit über zwei Wochen lebe und arbeite ich auf der Farm, während Hannes und Ilja auf dem Campingplatz in Mildura sitzen und vergebens auf einen Job warten. Die Traubenlese wird anscheinend erst ab Anfang Februar in diesem Gebiet beginnen, so, dass sie leider zwei Wochen warten müssen. Durch das heiße und trockene Wetter hat sich nämlich die Erntesaison um ein paar Wochen nach hinten verschoben und durch die Nachrichten geistert, dass der diesjährige Ernteausfall der Schlechteste der letzten Jahrzehnte werden soll –„ erfreuliche“ Nachrichten.

Mich hat aber das Glück gepackt, denn seit letztem Freitag arbeite ich für den Farmer und verdiene mein eigenes Geld. Ich habe die ehrenvolle Aufgabe erhalten, Orangenbäume „auszudünnen“, sog. „Thinning“ zu betreiben. In einem Raster von 1mx1mx1m dürfen sich jeweils nur noch sechs (unreife) Orangen befinden. Ansonsten werden die Äste zu stark belastet und brechen schließlich ab.

Bei dieser Tätigkeit werde ich mit 12,80$ pro Baum bezahlt. Ich komme zwar auf einen guten Stundenlohn, doch die Anzahl der Bäume ist begrenzt. Das heißt, dass ich die Arbeit ab Mitte nächster Woche aufgrund fehlender Bäume einstellen muss.


Zwischendurch helfe ich beim “Weeding“ (Unkraut jäten) mit, betreibe Fruit Picking und stabilisiere die „jungen“ Bäume mit Holzleisten. Für diese Arbeiten erhalte ich dann einen festen Stundenlohn.

Peinlichkeiten sind mir auch hier nicht erspart geblieben. Letzte Woche habe ich versucht, ein Quad- Bike anzuwerfen bis ich aufgegeben und meinen Arbeitskollegen nach einem Trick gefragt habe.

Lachend sagte er nur zur mir: „Maybe you schould turn the key to the On position“

…Ooops :D Where is the wall of shame? Die Liste geht weiter:

Eine Leiter habe zur Hälfte zerstört, falsche Arbeitszeiten durchgegeben und die Keks meines Kollegen aufgegessen, worüber er nicht sonderlich erfreut war.

Dennoch geht es mir gut und ich schaue gespannt zu, wie sich mein Portemonnaie immer mehr und mehr füllt. Von dem verdienten Geld werde ich mir dann unteranderem ein Konzertticket für das Future Music Festival kaufen, das im März statt findet. Nur kann ich mich nicht für den Ort entscheiden. Zur Auswahl stehen Melbourne und Adelaide, wobei Melbourne mehr für den gleichen Ticketpreis zu bieten hat als Adelaide.Dafür liegt Melbourne von meinem jetzigen Standort aus ein Stückchen weiter weg als Adelaide.

Wollt ihr mich (wieder) in Melbourne oder doch lieber in Adelaide sehen?

Bevor ich es vergesse und ihr mich fragt, wie ich gerade lebe:

Mir wurde ein anderer Campervan angeboten, in dem ich eingezogen bin und eine wöchentliche Miete von rund 60$ bezahle. Dafür besitze ich eine komplette Küche mit einem Ofen und Herd und gegenüber der Kühlschrank meine Köstlichkeiten kühlt. Vor mir läuft auf meinem Fernseher das Tennismatch „Isner“ gegen „Lopez“ (Australian Open), während auf der Couch 200 DvDs nur darauf warten, angeschaut zu werden.

Am Einzugstag bekam ich dann auch noch netten Besuch:

Zugeben, ich habe mich sehr erschrocken, als ich dieses Monster zum ersten Mal zu Gesicht bekam.


Wieder auf Achse!

Eine weitere Nacht konnten wir uns in dem Hostel nicht mehr leisten. 45$ pro Nacht reißen ein großes Loch in die Geldbörse, wobei unser Van noch nicht mal repariert wurde. Es war zwar eine schöne und saubere Zeit, die wir im Hostel über Silvester verbracht haben, doch für uns hieß es dann am Montag, den 02.01.2011, „Check Out“.

So standen wir wieder vor unserem Van, jeder ca. 150$ leichter im Portemonnaie und mit dem Unmut keine second- hand Achse, geschweige denn Arbeit zu finden. Da am Montag die meisten Schrotthändler noch immer geschlossen hatten und somit die Chance auf eine neue Achse auf Null gesunken ist, zog es mich die letzten Stunden des Nachmittags in die Stadt, in der ich das „heiße“ Wetter am Federation Square genoss und auf die letzten Wochen meiner Reise zurück blickte.

Am nächsten Tag war das Glück wieder auf unserer Seite. Nachdem ich meine favorisierten Schrotthändler kontaktiert habe und keiner von diesen mir weiter helfen konnte, brauchte Ilja nur einen Anruf zu tätigen um eine neue Hinterachse ausfündig zu machen. Nichtsdestotrotz erreichten wir den guten Herrn zwei Stunden später und warteten noch eine gute halbe Stunde bis wir endlich die ölige Hinterachse in der Hand halten konnten. Zwar war der veranschlagte Preis von 165$ nicht der Beste, doch die Ungewissheit jederzeit an einem Achsenbruch zu erleiden, verschwand in Nullkommanichts.

Die wilden Fahrtmanöver, die Hannes zu Tage gelegt hat und vergleichbar waren mit der Silverstar Achterbahn im Europa Park, gestalteten die Rückfahrt mit der Achse in der Hand äußerst unangenehm. Nach zwei gefühlten Kniescheibenbrüchen erreichten wir schließlich die Werkstatt in der Nähe von Port Melbourne. Mit knurrenden Magen bestaunten wir den Ein- Ausbau, der durch die Reisemärchen des Werkstattbesitzers begleitet wurde. Dieser war so besessen von seinen Erlebnissen, dass man vergeblich versuchte, ihn auf das eigentliche Thema – unser Auto – zu lenken. Nach einer Stunde waren wir um ein dutzend Frauen-, Krokodils- und Erntegeschichten lehrreicher- wovon 5% brauchbare Informationen waren – und konnten endlich unseren Van mit einer neuen Hinterachse, funktionierender Handbremse und neuer Bremsflüssigkeit entgegen nehmen.

Der Preis dafür: 160$. Schnelles Geld für solch eine „kleine“ Reparatur. Somit beliefen sich die gesamten Kosten auf rund 320$. Deshalb war es nun an der
Zeit, einen Job zu finden, um die Weiterreise zu finanzieren. Da nun die Erntezeit von Trauben in der Nähe von Mildura – ca. 550km nördlich von Melbourne – laut dem Harvest Guide im Januar beginnt, wussten wir, wie unsere Reiseroute auszusehen hat: Mildura wir kommen!

Eineinhalb Tage haben wir für diesen „Trip“ gebraucht und konnten dabei das erstemal Outback- Feeling schnuppern. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag haben wir unser Lager neben einer unansehnlichen Tankstelle aufgeschlagen, die plötzlich gegen 23 Uhr quietschende Geräusche von sich gab. Doch ich habe mich davon nicht beirren lassen – es war letztendlich nur der Wind – und hatte dennoch einen angenehmen Schlaf, der am nächsten Morgen durch einen vorbeifahrenden Güterzug gestört wurde. Mit müden Augen schleppte ich meinen Körper aus dem Van und konnte es nicht fassen, einen Tanklaster an der Tankstelle zu sehen.

Nach dem Zähneputzen schnappte ich mir meinen Becher um in der Tankstelle nach heißem Wasser zu fragen, denn es gibt doch nichts Schöneres als einen leckeren Kaffee in der braunen Wildnis zu trinken. Kaum bin ich an der Tür angelangt, begrüßte ich mich eine ältere Dame. Freundlich teilte ich ihr meine Bitte mit und folgte ihr in den hinteren Raum, wo sie auch schon mit dem Wasserkocher hantierte und mir einige Fragen stellte. Der Smalltalk entwickelte sich soweit, bis ich am Ende mit einem Becher heißem Wasser und einer Liste mit diversen Arbeitsagenturen in Mildura in der Hand bei den Anderen stand. Toastbrot und Marmelade schmückten das weitere Frühstück.

Dann hieß es für uns 80km Fahrt, die an den Traubenplantagen vorbei führte, auf denen aber weit und breit keine Arbeiter zu sehen waren. Ungewissheit zog sich wieder durch den Van, mit der Frage, ob wir den zur richtigen Zeit am richtigen Ort wären. Letztendlich erreichten wir mit ¼ Benzin im Tank Mildura, die Stadt, die ich mir halb so groß vorgestellt hatte. Geschäfte wie Woolworth, Target und SuperCheapAuto ragen ineinander, während der Verkehr schleppend, vergleichbar mit Melbourne verläuft. Eine typische Arbeiterstadt? Nein, das glaubte ich nicht.

Zwar gehörten die Bezirke rund um Mildura zu den saubersten Zonen in Victoria der letzten zwanzig Jahre, was für einen guten Lebensstandard spricht, doch keine Baustellen oder Straßenarbeiten, ja nicht einmal Fruit Picker außerhalb der Stadt waren zu sichten. Diese ernüchternde Erkenntnis wurde durch das Harvest Office von Mildura bestätigt:

„Sorry, guys. You are too early. The grape harvest is starting in two or three weeks. But keep in contact with us. Maybe we’ve got some jobs in the next week.”

Doch diese Sätze wollte ich nicht über mich ergehen lassen. So kontaktierte ich weitere Büros in einem Umkreis von ca. 100km um Mildura, doch die Antwort war auch die selbe.

Wo ist bloß die Leichtigkeit geblieben, einen Fruit- Picking Job zu finden, die mir durch Gleichgesinnte und diverse Reiseberichte versprochen wurde? Die Frage konnte mir keiner beantworten.

Warten und Geld für Essen und einen Campingplatz auszugeben kam für mich nicht in Frage. Deshalb schlug ich zum ersten Mal mein Wwoofing- Buch auf um auf einer Farm gegen Kost und Logis zu arbeiten.
Schnell war ein Bauernhof gefunden und das darauffolgende Telefonat mit dem Farmer verlief positiv. Schon am nächsten Tag könnte er mich von Mildura abholen. Leider haben meine zwei Mitreisenden, Ilja und Hannes, kein solches Buch und somit keine Mitgliedschaft, die ca. 60$ für ein Jahr kostet. Somit ist es ihnen nicht gewährt, mit auf die Farm zu kommen, da die Mitgliedschaft eine gewisse Versicherung enthält.
Schade, da es meiner Meinung nach eine sinnvolle Investition ist, die jeder Backpacker in Australien tätigen sollte um ein bisschen Geld zu sparen – Wwoofing ist weltweit verbreitet und bedeutet „Willing Workers on organic farms“.

Die folgende Nacht haben wir auf einen Campingplatz verbracht.
Am nächsten Morgen wurden die letzten Sachen gewaschen und der Rucksack gepackt, denn um 16 Uhr holte mich der Farmer mit seiner Frau am Informationscenter von Mildura ab.
So ging es für mich knapp 60km in Richtung Norden, über die Grenze nach New South Wales.
Als wir die Farm erreichten, fiel mir sofort der Campervan auf, in dem ich die nächste Woche verbringen werde. Der erste Blick in den Van ließ das Herz eines Backpackers höher schlagen. Schränke, eine eigene Küche, einen Fernseher und eine Couch waren nur die ersten Highlights. Weiter durch fanden sich noch Doppelbett und eine Klimaanlage wieder. Nach 1 ½ Monaten –abgesehen von den drei Tagen im Hostel – ist das doch mal wieder eine willkommende Abwechslung.

„Niclas, du hast alles richtig gemacht!“ Doch es kommt noch besser.

Ich bekomme drei Mahlzeiten am Tag, die bis jetzt immer großzügig ausgefallen sind und von Müsli, über Pasta bis hin zu Würstchen, Hähnchen und Salat reichten –satt essen ist wieder angesagt. Zwischen den Mahlzeiten gibt es dann noch einen bis zwei Käsesnacks, gefolgt von einer Tasse Kaffee. Das Abendessen wird meistens mit Wein oder einem Bier serviert. Gestern gab es sogar vor dem Abendessen zwei Gläser Champagner

Als Gegenleistung helfe ich für 4-6 Stunden am Tag auf dem Feld mit. Da ich mich auf einer biologischen Farm befinde, belaufen sich die Arbeiten von Unkraut jäten und Samen säen bis hin zur Bewässerung der Pflanzen – Aufgaben, die keine eine große Anstrengung benötigen.

Den Rest des Tages habe ich frei und kann diese Zeit so gestalten, wie ich es möchte, ohne mich an jemanden zu binden. Bei einem leckeren Kaffee, sitze ich meistens auf der unterdachten Veranda, lese ein Buch und schreibe meine Artikel über meine Reise, während mich in unregelmäßigen Abständen ein Regenschauer besuchen kommt.
Würde sich jetzt noch mein Kontostand erhöhen und mein eigenes Auto vor der Tür stehen, wären alle Sorgen vergessen.

Der weitere Plan sieht so aus, dass ich die nächste Woche auf dem Hof verbringen werde und die Arbeitslage in Mildura betrachte. Sobald die Erntezeit beginnt, werde ich mich wieder dorthin begeben.

Bis jetzt aber fühle ich mich hier sehr gut aufgehoben. Zwar habe ich dem Farmer schon einige Kopfschmerzen bereitet – Tüten sind nach dem Abfüllen gerissen und Samen wurden an der falschen Position gesät. Nach dem ersten Arbeitstag bin ich sogar auf seinem Sessel eingeschlafen, worüber sich seine Frau und er am Abend lustig gemacht haben, doch im Großen und Ganzen genieße ich die Zeit auf der Farm.


Happy New Year und ein Dankeschön an meine Leser!

“Happy New Year!” wünsche ich meinen Lesern aus dem 30 Grad herrschenden Melbourne. Ich habe den Übergang erfolgreich überstanden, den ich am Ufer des Yarra River verbracht habe, um von dort aus das Feuerwerk zu betrachten.

Ich freue mich schon auf die kommenden Abenteuer in Australien, die ich weiterhin über diesen Blog mit euch teilen werde.

Weiterhin habe ich die Bilder über unseren Betteinbau in unseren Ford Econovan veröffentlicht, die oben in der Leiste “Ford Econvan” (einfach mit der Maus über “Ford Econovan” fahren) oder hier zu finden sind: http://crossingaustralia.com/ford-econovan/der-betteinbau/

Folgend findet ihr eine Jahrestatistik über meinen Blog, die interessante Zahlen und Vergleiche (Besucherzahlen etc.) zur Schau stellt. Ein kleiner Blick ist aufjedenfall empfehlenswert.

In diesem Sinne schaue ich mit euch gespannt auf das kommende Jahr. Lasst das “Abenteuer 2012″ beginnen!

Hier ist eine Zusammenfassung:

Ein Cable Car in San Francisco faßt 60 Personen. Dieser Blog wurde in 2011 etwa 2.100 mal besucht. Ein Cable Car würde etwa 35 Fahrten benötigen um alle Besucher dieses Blogs zu transportieren.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.


That’s life!

„Ein Glück, wir haben es geschafft! Wir haben Melbourne sicher erreicht.“ Diese Worte ertönten in meinem Kopf, als wir das Ortseingangsschild von Melbourne passierten.

„Schnell noch was essen und auf in die nächste Werkstatt!“

Ihr werdet euch sicherlich fragen, was in den letzten Tagen passiert ist und ich wünsche im Voraus keinem so viel Pech, wie wir ihn hatten.

Die Story beginnt auf dem Weg zwischen Sydney und Goulburn am 1. Weihnachtstag. Nachdem wir unseren Van vollgetankt hatten, saßen wir (noch) mit einem Lächeln im Gesicht auf unseren Sitzen und freuten uns auf die bevorstehenden 700km um schließlich Melbourne zu erreichen. Doch nach ca. 150km machte sich hinten rechts ein Poltern bemerkbar und wir wussten genau, dass das kein normales Geräusch ist.

„Wir müssen unbedingt an der nächsten Tankstelle anhalten! Hoffentlich fliegt bis dahin nichts ab!“ Kaum waren diese Worte ausgesprochen, erreichte das Poltern seinen Höhepunkt bis schlagartig ein Knall vernehmbar war und der Van schwer kontrollierbar über den Highway huschte bis wir ihn schließlich auf dem Seitenstreifen zum Stillstand bringen konnten. Adrenalin machte sich in meinem Körper bemerkbar als ich die Tür öffnete und das Unheil betrachten wollte.

„Reifenplatzer. Diesen Reifen hat es voll erwischt. Das kann natürlich auch nur uns passieren.“

Das Reserverad wurde mit Mühe und mit der Hilfe eines Australiers, der netterweise für uns angehalten hat, installiert, doch der Anblick des Reserverads sprach für sich: abgenutzt und platt. „Damit kommen wir nur bis zum nächsten Roadstop und nicht weiter.“ Mit 60km/h auf dem Seitenstreifer- legal ist das nicht- schaukelten wir uns zum Roadstop um von dort aus weitere Pläne zu schmieden. Die nächste, größere Stadt war Goulburn, die ca. 30km von uns entfernt war. Zum Glück haben wir Hannes dabei, der uns mit seinem Auto dahin fuhr, um dort einen Reifenhändler aufzusuchen. Doch das Pech breitete sich weiter aus. Es war natürlich Weihnachten und alle Geschäfte hatten geschlossen. Somit waren wir gezwungen zwei Tage auf dem Roadstop zu verbringen. An dem darauffolgenden Dienstag fanden wir dann durch Zufall einen kleinen Reifenhändler,- die größeren Händler hatten noch immer geschlossen- der aber nur größere Reifen für unseren Van im Sortiment hatte. Das hieß wieder, statt einem Rad, mussten wir zwei Räder wechseln lassen. Weiterhin mussten es „Light Truck“ Räder sein, die mehr Belastung vertragen als gewöhnliche Reifen. Der Reifenpreis schoß somit auf 140$ pro Reifen.

Nachdem der Van hochgebockt wurde, begutachteten wir auch noch die Hinterachse. Natürlich- sonst wäre es doch langweilig- ist auch die Achse krumm. Wir wussten zwar, dass unser geplatzter Reifen schlingerte, doch wir hätten niemals die Achse als Ursache in Betracht gezogen. Diese Betrachtung wurde durch eine Werkstatt in Brisbane bestärkt, da der Mechaniker nichts an der Hinterachse auszusetzen hatte. Aber jetzt lag es wenigstens auf der Hand: Der Reifen platzte aufgrund einer krummen Hinterachse.

Nun standen wir da mit wenig Geld, einer krummen Hinterachse und der Sorge, Melbourne über Silvester nicht zu erreichen. Aber was wäre das Leben ohne Risiko? Somit standen wir schon eine kurze Zeit später mit zwei neuen Reifen auf der Straße. Vor uns lagen ca. 550km, die wir mit einer krummen Hinterachse bezwingen mussten und, was soll man sagen, wir haben es geschafft! Wir haben Melbourne sicher erreicht!

Doch der nächste Werkstattbesuch ließ die Motivation wieder auf Null sinken. 400$ für eine neue Hinterachse mit Einbau. So langsam wir es echt knapp mit dem Geld. Sprit, Benzin, Reparaturen, Essen und Internetkosten lassen das verdiente Gehalt ziemlich schnell auf Null sinken. Dabei habe ich mir noch nicht mal eine Kleinigkeit gegönnt. „That`s life!“

Doch über eine kleine Spende eurerseits würde ich mich sehr freuen um weiter zu reisen und diesen Blog aktuell zu halten ;)

Das Spendenkonto läuft über meine Eltern :)

Natürlich habe ich auch etwas Positives zu berichten. Heute Morgen nahm ich am 4km Silvesterlauf teil, den ich mit 16:25 Minuten beendete. Nach 1 ½ Wochen Training kann man diese Zeit als „gut“ betrachten. Bei einem Croissant und leckerem Champagner nach dem Lauf wurde noch die eine oder andere Bekanntschaft geknüpft, die mich wiederrum überreden wollte, doch am nächsten Samstag wieder an den Start zu gehen. Das ist aber abhängig von unserem Van.

Und zu guter Letzt wird in den nächsten Tagen wahrscheinlich ein Bericht über mich, meine Australienreise und den Silvesterlauf in der Zeitung (RGA) erscheinen. Seid gespannt!

Übrigens wünsche ich euch allen ein frohes, neues Jahr. Man hört und sieht sich im neuen Jahr!

Euer Niclas


Merry Aussie Christmas!

Heute ist der Tag gekommen, jedenfalls für euch: Es ist Weihnachten!

Wir, die ganze AustraliaTravelCrew, wünschen euch allen eine frohe Weihnacht mit vielen tollen Geschenken. Bei uns wird erst am 25. Dezember offiziell Weihnachten gefeiert. Somit müssen wir uns noch einen Tag gedulden.

Dennoch möchte ich einige (virtuelle) Geschenke verteilen und Danksagungen an einige Personen richten. Besonders zu betonen sind natürlich meine Eltern, denn ohne sie wäre eine solche Reise nicht denkbar gewesen. Deswegen gibt es auch das versprochene Bild mit meinen neuen Laufschuhen. Eine frohe und besinnliche Weihnacht wünsche ich euch, natürlich auch dir, Sarah.

Und weiter geht es mit Laura. Ich weiß zwar selber nicht, ob mein Weihnachtsgeschenk dich pünktlich erreicht oder nicht, dennoch wünsche ich dir eine wundervolle Weihnacht. Bestell dicke Grüße an den Rest deiner Familie.

Fabian, für dich habe ich einen kleinen Track in den letzten Wochen produziert. Er ist zwar nicht komplett fertig aber hier ein Deal: Wir mixen ihn gemeinsam zu Ende, wenn ich wieder da bin ;) Merry Christmas!

http://snd.sc/tK6MOd

Natürlich dürfen meine LG Jungs nicht fehlen: Trainiert fleißig weiter und trinkt nicht zu viel Glühwein und wenn doch, trinkt für mich einen mit. Frohe Weihnachten wünsche ich euch!

Edith und Richard -meine treusten Leser-, euch wünsche ich selbstverständlich auch eine wunderbare, besinnliche Weihnacht. Diese Grüße richten sich natürlich an meine Pathentante und meinen Pathenonkel.

Euer Niclas, der sich gerade in der Nähe von Sydney befindet ;)


Die weite Reise

Unseren letzten Arbeitstag haben wir erfolgreich hinter uns gebracht, auch, wenn dieser auf den 4. Advent fiel. Dafür hieß es dann wieder „Cash in die Täsch“ und so ging es am Dienstag, den 20.12.2011, mit vollen Taschen auf nach Melbourne. Unser erster Zwischenstopp hieß „Coffs Harbour“. Schöne Stadt mit einem reizvollen Hafen, solange nicht die Seitenscheibe von Hannes Auto in der vorherigen Nacht eingeschlagen wird. So durften wir den Morgen mit einer Suchaktion nach einer neuen Scheibe verbringen. Man hat ja sonst nix zu tun. Doch wie es doch so schön heißt: „No worries!“

Mit diesen Gedanken zog es uns am Vormittag an den Hafen von Coffs Harbour. Bei „noch“ schönem Wetter genossen wir einen einzigartigen Blick auf die komplette Stadt und begutachteten die Schlecht- Wetterfront, die sich langsam über die Stadt schob. Aber für einen Remscheider mit Regentanzerfahrung (siehe auch den neusten RS- Rap) war es mir möglich, gut abzuschätzen, wann denn die ersten Tropfen fallen mögen. Denn man möchte doch noch das Weihnachtsgeschenk von den Eltern einkaufen gehen: Asics Noosa Tri 7. Laufschuhe für den Niclas um auch endlich wieder ins Training einzusteigen. Ziel ist es in Melbourne bei einem Sylvesterlauf an den Start zu gehen.  Somit hieß es nicht „lange warten“ und „Tee trinken“, sondern ab auf die Straße und mit denn neuen Schuhen das Training beginnen. Nach bereits 40 Minuten war mein Training beendet – ich weiß, Training kann man sowas nicht nennen- aber die Suche nach einer Dusche gestaltete sich doch einfacher als gedacht. Frisch geduscht hatte man plötzlich das Problem, wie man bloß die vorher verlorenen Kalorien wieder drauf  bekommt. Die Antwort war simple: McDonalds.

So sind wir dann am Abend und einem BigMac Bäuchlein auf in Richtung Port Macquarie aufgebrochen. Auf halber Strecke fanden wir einen Road Stop, auf dem wir die Nacht verbracht haben um unsere Weiterreise am nächsten Tag ausgeschlafen anzutreten.

Ausgeschlafen standen wir am nächsten Morgen vor unserem  Van und aßen zusammen eine Schnitte Marmeladenbrot gefolgt von einem Becher Kaffee, der uns letztendlich die Müdigkeit aus den Augen veretrieb. Somit waren wir auch schon startklar für die Stadt Port Macquarie, die wir nach ca. 2 Stunden Fahrt schließlich erreichten. Nach einer kleinen Sightseeing Tour fing es auch hier an zu regnen. Ich habe langsam das Gefühl, dass uns die Regenfront  an den Fersen klebt. Unterschlupf fanden wir in einem kleinen Burger- Shop, in dem auch unser Lunch statt fand. Doch auch unser Glück hatte nun auch ein Ende, nachdem wir unseren Van wieder erreichten. Dieser wollte nicht mehr anspringen.  Unser erster Tipp fiel auf die Batterie, doch da Licht und Radio einwandfrei funktionierten kam der Gedanke auf, dass der Starter oder die Zündkerzen hinüber sind. Ein Glück, dass wir Hannes dabei haben um verschiedene Werkstätten abzufahren, doch die Suche nach einer freien Werkstatt äußerte sich als schwierig. Entweder fallen bei allen Australiern die Motoren über die Weihnachtszeit aus  oder jeder möchte sein Auto mit jeglichen Schnickschnack aufrüsten, da das Weihnachtsgeld des Chefs eingetroffen ist. Keine Werkstatt hatte nämlich einen freien Termin für uns bis wir schließlich die letzte Werkstatt auf unserer Suchliste besuchten und wie das Glück so will, handelte dieser Werkstattbesitzer sofort und rief erstmal den Abschleppdienst an um unseren Van zu sich zu bringen. Vorort wurde dann das Problem untersucht und gefunden: Die Batterie war zu schwach um den Motor zu starten bzw. wurde nur noch leicht von der Lichtmaschine geladen. Mit einem Glücksgefühl, dass es „nur“ die Batterie sei, wurde eine neue Batterie eingebaut und unser Geldbeutel war um gut 200$ leichter. Doch dafür konnten wir nun unsere Weiterreise antreten, die uns über Nelson Bay und Newcastle führte. Wie es aussieht werden wir auch wohl Weihnachten in der Nähe von Sydney verbringen. Ich hoffe ich finde dort eine Kirche um die Familientradition weiter zu führen ;) Für diejenigen, die sich für meine Unterkunft auf der der Farm interessieren, habe ich noch ein paar Bilder parat.

Über Weihnachten habe ich auch für den ein oder anderen eine kleine Weihnachtsüberraschung. Also, liebe Leute, schaut die nächsten zwei Tage hier vorbei.


Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.