Archiv der Kategorie: Vorbereitungen Australien 2011

Mr. Officer!

Nach knapp vier Wochen kann ich heute meinen ersten arbeitsfreien Tag genießen und mir die Zeit dafür nehmen, meinen Blog auf den aktuellen Stand zu bringen. Nach einem Monat warten ist dies auch nötig um euch, meine Fans, nicht im Stich zu lassen.

Einige von euch wurden durch Facebook über meine Lage informiert und wissen auch, dass ich seit zwei Wochen meinen eigenen Weg mit meinem Campervan bestreite. Dazu ist es durch eine Auseinandersetzung mit meinem Reisepartner Ilja gekommen. Die Gründe möchte ich dennoch nicht öffentlich nennen. Wer Interesse daran hat, kann mir ruhig eine Email schreiben.

Anyway!

Mein Arbeit auf der Farm habe ich am letzten Sonntag niedergelegt und mich auf dem Weg gemacht, näher in Richtung Stadt zu rücken. Die letzten 1 ½ Monate waren eine sehr eindrucksvolle Zeit. Ich muss gestehen, dass die Farm schon zu meiner zweiten Heimat wurde und es mir dadurch schwerer fiel sie wieder zu verlassen. Erfahrungen habe ich sehr viele gewonnen, wie auch die Freundschaft zu meinem Arbeitskollegen Doug, die durch kommende Besuche weiter gepflegt wird. Doug, der sehr geduldig aber auch manchmal streng mit mir war, habe ich es zu verdanken, einen großen Einblick in die Aufgaben eines „Fruit in Hands Technician“ zu gewinnen. Thinning, weeding, pruning, picking und packing standen auf dem Wochenprogramm und auch, wenn diese Begriffe sich „einfach“ anhören, so kann ich auch nur das Gegenteil behaupten. Denn auch mir sind noch in der letzten Woche einige Fehler unterlaufen.

Durch zwei französische Wwoofer, die für knapp zwei Wochen auf der Farm gelebt haben, hatte ich die Möglichkeit für vier Tage auf einer anderen Farm zu arbeiten, da ich deren Auto zur Verfügung gestellt bekommen hatte. Warum habe ich denn nicht mein Auto genommen? Ja, dies war einer der ausschlaggebende Punkte, warum sich die Wege zwischen mir und Ilja getrennt haben. Ich habe den Van nämlich nicht bekommen. Die Worte der Franzosen, dass Backpacker zusammen halten müssten, konnte ich nur mit einem Schmunzeln untermauern.

In der letzten Woche hat dann der Farmer Rob dann immer weniger Arbeit für mich gehabt, so, dass ich mich nach einer anderen Arbeitsstelle umschauen musste. Die erste Anlaufstelle war das “Madec„ Harvest Office in Mildura und wie mich das Glück in der Jobsuche jedesmal packt, so wurde ich direkt zu meinem nächsten Job vermittelt. Am Montag, den 20.02.2012, werde ich als „Research Projects Officer“ für die staatliche Institution „CSIRO“ arbeiten. Die Stelle werde ich bis Anfang April besetzen und die Bezahlung ist mehr als gut.

Ab sofort möchte ich, dass ihr mich nur noch „Officer“ nennt!

Diese Woche habe ich mit einem Fruit Picking Job (Grapes) überbrückt um ein bisschen Taschengeld zu verdienen. Auch meine Meinung, dass man durch einen Fruit Picking Job seine Reise nur unzureichend finanzieren kann wurde in dieser Woche wiederlegt. Es ist möglich, wenn man hart genug arbeitet.

Momentan befinde ich mich auf einem Caravan Park, ca. 20km von Mildura entfernt und genieße nun meine neuen Freiheiten. Alleine lässt es sich doch besser Reisen, auch, wenn ich nun für alle Kosten aufkommen muss. Doch dafür haben sich auch meine Chancen in der Jobsuche erhöht, denn zu zweit hätte ich den „Officer“ Job niemals bekommen.

Meine Nachbarn sind auch Backpacker mit denen ich schon lustige Abende verbracht habe. Ab Morgen geht dann die Suche nach einem neuen Caravan Park weiter, der näher an meiner Arbeitsstelle liegt. Aufgeregt und gespannt schaue ich nun auf meinen neuen Job.

Drückt mir die Daumen!


Wall of shame!

Seit über zwei Wochen lebe und arbeite ich auf der Farm, während Hannes und Ilja auf dem Campingplatz in Mildura sitzen und vergebens auf einen Job warten. Die Traubenlese wird anscheinend erst ab Anfang Februar in diesem Gebiet beginnen, so, dass sie leider zwei Wochen warten müssen. Durch das heiße und trockene Wetter hat sich nämlich die Erntesaison um ein paar Wochen nach hinten verschoben und durch die Nachrichten geistert, dass der diesjährige Ernteausfall der Schlechteste der letzten Jahrzehnte werden soll –„ erfreuliche“ Nachrichten.

Mich hat aber das Glück gepackt, denn seit letztem Freitag arbeite ich für den Farmer und verdiene mein eigenes Geld. Ich habe die ehrenvolle Aufgabe erhalten, Orangenbäume „auszudünnen“, sog. „Thinning“ zu betreiben. In einem Raster von 1mx1mx1m dürfen sich jeweils nur noch sechs (unreife) Orangen befinden. Ansonsten werden die Äste zu stark belastet und brechen schließlich ab.

Bei dieser Tätigkeit werde ich mit 12,80$ pro Baum bezahlt. Ich komme zwar auf einen guten Stundenlohn, doch die Anzahl der Bäume ist begrenzt. Das heißt, dass ich die Arbeit ab Mitte nächster Woche aufgrund fehlender Bäume einstellen muss.


Zwischendurch helfe ich beim “Weeding“ (Unkraut jäten) mit, betreibe Fruit Picking und stabilisiere die „jungen“ Bäume mit Holzleisten. Für diese Arbeiten erhalte ich dann einen festen Stundenlohn.

Peinlichkeiten sind mir auch hier nicht erspart geblieben. Letzte Woche habe ich versucht, ein Quad- Bike anzuwerfen bis ich aufgegeben und meinen Arbeitskollegen nach einem Trick gefragt habe.

Lachend sagte er nur zur mir: „Maybe you schould turn the key to the On position“

…Ooops :D Where is the wall of shame? Die Liste geht weiter:

Eine Leiter habe zur Hälfte zerstört, falsche Arbeitszeiten durchgegeben und die Keks meines Kollegen aufgegessen, worüber er nicht sonderlich erfreut war.

Dennoch geht es mir gut und ich schaue gespannt zu, wie sich mein Portemonnaie immer mehr und mehr füllt. Von dem verdienten Geld werde ich mir dann unteranderem ein Konzertticket für das Future Music Festival kaufen, das im März statt findet. Nur kann ich mich nicht für den Ort entscheiden. Zur Auswahl stehen Melbourne und Adelaide, wobei Melbourne mehr für den gleichen Ticketpreis zu bieten hat als Adelaide.Dafür liegt Melbourne von meinem jetzigen Standort aus ein Stückchen weiter weg als Adelaide.

Wollt ihr mich (wieder) in Melbourne oder doch lieber in Adelaide sehen?

Bevor ich es vergesse und ihr mich fragt, wie ich gerade lebe:

Mir wurde ein anderer Campervan angeboten, in dem ich eingezogen bin und eine wöchentliche Miete von rund 60$ bezahle. Dafür besitze ich eine komplette Küche mit einem Ofen und Herd und gegenüber der Kühlschrank meine Köstlichkeiten kühlt. Vor mir läuft auf meinem Fernseher das Tennismatch „Isner“ gegen „Lopez“ (Australian Open), während auf der Couch 200 DvDs nur darauf warten, angeschaut zu werden.

Am Einzugstag bekam ich dann auch noch netten Besuch:

Zugeben, ich habe mich sehr erschrocken, als ich dieses Monster zum ersten Mal zu Gesicht bekam.


Wieder auf Achse!

Eine weitere Nacht konnten wir uns in dem Hostel nicht mehr leisten. 45$ pro Nacht reißen ein großes Loch in die Geldbörse, wobei unser Van noch nicht mal repariert wurde. Es war zwar eine schöne und saubere Zeit, die wir im Hostel über Silvester verbracht haben, doch für uns hieß es dann am Montag, den 02.01.2011, „Check Out“.

So standen wir wieder vor unserem Van, jeder ca. 150$ leichter im Portemonnaie und mit dem Unmut keine second- hand Achse, geschweige denn Arbeit zu finden. Da am Montag die meisten Schrotthändler noch immer geschlossen hatten und somit die Chance auf eine neue Achse auf Null gesunken ist, zog es mich die letzten Stunden des Nachmittags in die Stadt, in der ich das „heiße“ Wetter am Federation Square genoss und auf die letzten Wochen meiner Reise zurück blickte.

Am nächsten Tag war das Glück wieder auf unserer Seite. Nachdem ich meine favorisierten Schrotthändler kontaktiert habe und keiner von diesen mir weiter helfen konnte, brauchte Ilja nur einen Anruf zu tätigen um eine neue Hinterachse ausfündig zu machen. Nichtsdestotrotz erreichten wir den guten Herrn zwei Stunden später und warteten noch eine gute halbe Stunde bis wir endlich die ölige Hinterachse in der Hand halten konnten. Zwar war der veranschlagte Preis von 165$ nicht der Beste, doch die Ungewissheit jederzeit an einem Achsenbruch zu erleiden, verschwand in Nullkommanichts.

Die wilden Fahrtmanöver, die Hannes zu Tage gelegt hat und vergleichbar waren mit der Silverstar Achterbahn im Europa Park, gestalteten die Rückfahrt mit der Achse in der Hand äußerst unangenehm. Nach zwei gefühlten Kniescheibenbrüchen erreichten wir schließlich die Werkstatt in der Nähe von Port Melbourne. Mit knurrenden Magen bestaunten wir den Ein- Ausbau, der durch die Reisemärchen des Werkstattbesitzers begleitet wurde. Dieser war so besessen von seinen Erlebnissen, dass man vergeblich versuchte, ihn auf das eigentliche Thema – unser Auto – zu lenken. Nach einer Stunde waren wir um ein dutzend Frauen-, Krokodils- und Erntegeschichten lehrreicher- wovon 5% brauchbare Informationen waren – und konnten endlich unseren Van mit einer neuen Hinterachse, funktionierender Handbremse und neuer Bremsflüssigkeit entgegen nehmen.

Der Preis dafür: 160$. Schnelles Geld für solch eine „kleine“ Reparatur. Somit beliefen sich die gesamten Kosten auf rund 320$. Deshalb war es nun an der
Zeit, einen Job zu finden, um die Weiterreise zu finanzieren. Da nun die Erntezeit von Trauben in der Nähe von Mildura – ca. 550km nördlich von Melbourne – laut dem Harvest Guide im Januar beginnt, wussten wir, wie unsere Reiseroute auszusehen hat: Mildura wir kommen!

Eineinhalb Tage haben wir für diesen „Trip“ gebraucht und konnten dabei das erstemal Outback- Feeling schnuppern. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag haben wir unser Lager neben einer unansehnlichen Tankstelle aufgeschlagen, die plötzlich gegen 23 Uhr quietschende Geräusche von sich gab. Doch ich habe mich davon nicht beirren lassen – es war letztendlich nur der Wind – und hatte dennoch einen angenehmen Schlaf, der am nächsten Morgen durch einen vorbeifahrenden Güterzug gestört wurde. Mit müden Augen schleppte ich meinen Körper aus dem Van und konnte es nicht fassen, einen Tanklaster an der Tankstelle zu sehen.

Nach dem Zähneputzen schnappte ich mir meinen Becher um in der Tankstelle nach heißem Wasser zu fragen, denn es gibt doch nichts Schöneres als einen leckeren Kaffee in der braunen Wildnis zu trinken. Kaum bin ich an der Tür angelangt, begrüßte ich mich eine ältere Dame. Freundlich teilte ich ihr meine Bitte mit und folgte ihr in den hinteren Raum, wo sie auch schon mit dem Wasserkocher hantierte und mir einige Fragen stellte. Der Smalltalk entwickelte sich soweit, bis ich am Ende mit einem Becher heißem Wasser und einer Liste mit diversen Arbeitsagenturen in Mildura in der Hand bei den Anderen stand. Toastbrot und Marmelade schmückten das weitere Frühstück.

Dann hieß es für uns 80km Fahrt, die an den Traubenplantagen vorbei führte, auf denen aber weit und breit keine Arbeiter zu sehen waren. Ungewissheit zog sich wieder durch den Van, mit der Frage, ob wir den zur richtigen Zeit am richtigen Ort wären. Letztendlich erreichten wir mit ¼ Benzin im Tank Mildura, die Stadt, die ich mir halb so groß vorgestellt hatte. Geschäfte wie Woolworth, Target und SuperCheapAuto ragen ineinander, während der Verkehr schleppend, vergleichbar mit Melbourne verläuft. Eine typische Arbeiterstadt? Nein, das glaubte ich nicht.

Zwar gehörten die Bezirke rund um Mildura zu den saubersten Zonen in Victoria der letzten zwanzig Jahre, was für einen guten Lebensstandard spricht, doch keine Baustellen oder Straßenarbeiten, ja nicht einmal Fruit Picker außerhalb der Stadt waren zu sichten. Diese ernüchternde Erkenntnis wurde durch das Harvest Office von Mildura bestätigt:

„Sorry, guys. You are too early. The grape harvest is starting in two or three weeks. But keep in contact with us. Maybe we’ve got some jobs in the next week.”

Doch diese Sätze wollte ich nicht über mich ergehen lassen. So kontaktierte ich weitere Büros in einem Umkreis von ca. 100km um Mildura, doch die Antwort war auch die selbe.

Wo ist bloß die Leichtigkeit geblieben, einen Fruit- Picking Job zu finden, die mir durch Gleichgesinnte und diverse Reiseberichte versprochen wurde? Die Frage konnte mir keiner beantworten.

Warten und Geld für Essen und einen Campingplatz auszugeben kam für mich nicht in Frage. Deshalb schlug ich zum ersten Mal mein Wwoofing- Buch auf um auf einer Farm gegen Kost und Logis zu arbeiten.
Schnell war ein Bauernhof gefunden und das darauffolgende Telefonat mit dem Farmer verlief positiv. Schon am nächsten Tag könnte er mich von Mildura abholen. Leider haben meine zwei Mitreisenden, Ilja und Hannes, kein solches Buch und somit keine Mitgliedschaft, die ca. 60$ für ein Jahr kostet. Somit ist es ihnen nicht gewährt, mit auf die Farm zu kommen, da die Mitgliedschaft eine gewisse Versicherung enthält.
Schade, da es meiner Meinung nach eine sinnvolle Investition ist, die jeder Backpacker in Australien tätigen sollte um ein bisschen Geld zu sparen – Wwoofing ist weltweit verbreitet und bedeutet „Willing Workers on organic farms“.

Die folgende Nacht haben wir auf einen Campingplatz verbracht.
Am nächsten Morgen wurden die letzten Sachen gewaschen und der Rucksack gepackt, denn um 16 Uhr holte mich der Farmer mit seiner Frau am Informationscenter von Mildura ab.
So ging es für mich knapp 60km in Richtung Norden, über die Grenze nach New South Wales.
Als wir die Farm erreichten, fiel mir sofort der Campervan auf, in dem ich die nächste Woche verbringen werde. Der erste Blick in den Van ließ das Herz eines Backpackers höher schlagen. Schränke, eine eigene Küche, einen Fernseher und eine Couch waren nur die ersten Highlights. Weiter durch fanden sich noch Doppelbett und eine Klimaanlage wieder. Nach 1 ½ Monaten –abgesehen von den drei Tagen im Hostel – ist das doch mal wieder eine willkommende Abwechslung.

„Niclas, du hast alles richtig gemacht!“ Doch es kommt noch besser.

Ich bekomme drei Mahlzeiten am Tag, die bis jetzt immer großzügig ausgefallen sind und von Müsli, über Pasta bis hin zu Würstchen, Hähnchen und Salat reichten –satt essen ist wieder angesagt. Zwischen den Mahlzeiten gibt es dann noch einen bis zwei Käsesnacks, gefolgt von einer Tasse Kaffee. Das Abendessen wird meistens mit Wein oder einem Bier serviert. Gestern gab es sogar vor dem Abendessen zwei Gläser Champagner

Als Gegenleistung helfe ich für 4-6 Stunden am Tag auf dem Feld mit. Da ich mich auf einer biologischen Farm befinde, belaufen sich die Arbeiten von Unkraut jäten und Samen säen bis hin zur Bewässerung der Pflanzen – Aufgaben, die keine eine große Anstrengung benötigen.

Den Rest des Tages habe ich frei und kann diese Zeit so gestalten, wie ich es möchte, ohne mich an jemanden zu binden. Bei einem leckeren Kaffee, sitze ich meistens auf der unterdachten Veranda, lese ein Buch und schreibe meine Artikel über meine Reise, während mich in unregelmäßigen Abständen ein Regenschauer besuchen kommt.
Würde sich jetzt noch mein Kontostand erhöhen und mein eigenes Auto vor der Tür stehen, wären alle Sorgen vergessen.

Der weitere Plan sieht so aus, dass ich die nächste Woche auf dem Hof verbringen werde und die Arbeitslage in Mildura betrachte. Sobald die Erntezeit beginnt, werde ich mich wieder dorthin begeben.

Bis jetzt aber fühle ich mich hier sehr gut aufgehoben. Zwar habe ich dem Farmer schon einige Kopfschmerzen bereitet – Tüten sind nach dem Abfüllen gerissen und Samen wurden an der falschen Position gesät. Nach dem ersten Arbeitstag bin ich sogar auf seinem Sessel eingeschlafen, worüber sich seine Frau und er am Abend lustig gemacht haben, doch im Großen und Ganzen genieße ich die Zeit auf der Farm.


Happy New Year und ein Dankeschön an meine Leser!

“Happy New Year!” wünsche ich meinen Lesern aus dem 30 Grad herrschenden Melbourne. Ich habe den Übergang erfolgreich überstanden, den ich am Ufer des Yarra River verbracht habe, um von dort aus das Feuerwerk zu betrachten.

Ich freue mich schon auf die kommenden Abenteuer in Australien, die ich weiterhin über diesen Blog mit euch teilen werde.

Weiterhin habe ich die Bilder über unseren Betteinbau in unseren Ford Econovan veröffentlicht, die oben in der Leiste “Ford Econvan” (einfach mit der Maus über “Ford Econovan” fahren) oder hier zu finden sind: http://crossingaustralia.com/ford-econovan/der-betteinbau/

Folgend findet ihr eine Jahrestatistik über meinen Blog, die interessante Zahlen und Vergleiche (Besucherzahlen etc.) zur Schau stellt. Ein kleiner Blick ist aufjedenfall empfehlenswert.

In diesem Sinne schaue ich mit euch gespannt auf das kommende Jahr. Lasst das “Abenteuer 2012″ beginnen!

Hier ist eine Zusammenfassung:

Ein Cable Car in San Francisco faßt 60 Personen. Dieser Blog wurde in 2011 etwa 2.100 mal besucht. Ein Cable Car würde etwa 35 Fahrten benötigen um alle Besucher dieses Blogs zu transportieren.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.


Merry Aussie Christmas!

Heute ist der Tag gekommen, jedenfalls für euch: Es ist Weihnachten!

Wir, die ganze AustraliaTravelCrew, wünschen euch allen eine frohe Weihnacht mit vielen tollen Geschenken. Bei uns wird erst am 25. Dezember offiziell Weihnachten gefeiert. Somit müssen wir uns noch einen Tag gedulden.

Dennoch möchte ich einige (virtuelle) Geschenke verteilen und Danksagungen an einige Personen richten. Besonders zu betonen sind natürlich meine Eltern, denn ohne sie wäre eine solche Reise nicht denkbar gewesen. Deswegen gibt es auch das versprochene Bild mit meinen neuen Laufschuhen. Eine frohe und besinnliche Weihnacht wünsche ich euch, natürlich auch dir, Sarah.

Und weiter geht es mit Laura. Ich weiß zwar selber nicht, ob mein Weihnachtsgeschenk dich pünktlich erreicht oder nicht, dennoch wünsche ich dir eine wundervolle Weihnacht. Bestell dicke Grüße an den Rest deiner Familie.

Fabian, für dich habe ich einen kleinen Track in den letzten Wochen produziert. Er ist zwar nicht komplett fertig aber hier ein Deal: Wir mixen ihn gemeinsam zu Ende, wenn ich wieder da bin ;) Merry Christmas!

http://snd.sc/tK6MOd

Natürlich dürfen meine LG Jungs nicht fehlen: Trainiert fleißig weiter und trinkt nicht zu viel Glühwein und wenn doch, trinkt für mich einen mit. Frohe Weihnachten wünsche ich euch!

Edith und Richard -meine treusten Leser-, euch wünsche ich selbstverständlich auch eine wunderbare, besinnliche Weihnacht. Diese Grüße richten sich natürlich an meine Pathentante und meinen Pathenonkel.

Euer Niclas, der sich gerade in der Nähe von Sydney befindet ;)


Die weite Reise

Unseren letzten Arbeitstag haben wir erfolgreich hinter uns gebracht, auch, wenn dieser auf den 4. Advent fiel. Dafür hieß es dann wieder „Cash in die Täsch“ und so ging es am Dienstag, den 20.12.2011, mit vollen Taschen auf nach Melbourne. Unser erster Zwischenstopp hieß „Coffs Harbour“. Schöne Stadt mit einem reizvollen Hafen, solange nicht die Seitenscheibe von Hannes Auto in der vorherigen Nacht eingeschlagen wird. So durften wir den Morgen mit einer Suchaktion nach einer neuen Scheibe verbringen. Man hat ja sonst nix zu tun. Doch wie es doch so schön heißt: „No worries!“

Mit diesen Gedanken zog es uns am Vormittag an den Hafen von Coffs Harbour. Bei „noch“ schönem Wetter genossen wir einen einzigartigen Blick auf die komplette Stadt und begutachteten die Schlecht- Wetterfront, die sich langsam über die Stadt schob. Aber für einen Remscheider mit Regentanzerfahrung (siehe auch den neusten RS- Rap) war es mir möglich, gut abzuschätzen, wann denn die ersten Tropfen fallen mögen. Denn man möchte doch noch das Weihnachtsgeschenk von den Eltern einkaufen gehen: Asics Noosa Tri 7. Laufschuhe für den Niclas um auch endlich wieder ins Training einzusteigen. Ziel ist es in Melbourne bei einem Sylvesterlauf an den Start zu gehen.  Somit hieß es nicht „lange warten“ und „Tee trinken“, sondern ab auf die Straße und mit denn neuen Schuhen das Training beginnen. Nach bereits 40 Minuten war mein Training beendet – ich weiß, Training kann man sowas nicht nennen- aber die Suche nach einer Dusche gestaltete sich doch einfacher als gedacht. Frisch geduscht hatte man plötzlich das Problem, wie man bloß die vorher verlorenen Kalorien wieder drauf  bekommt. Die Antwort war simple: McDonalds.

So sind wir dann am Abend und einem BigMac Bäuchlein auf in Richtung Port Macquarie aufgebrochen. Auf halber Strecke fanden wir einen Road Stop, auf dem wir die Nacht verbracht haben um unsere Weiterreise am nächsten Tag ausgeschlafen anzutreten.

Ausgeschlafen standen wir am nächsten Morgen vor unserem  Van und aßen zusammen eine Schnitte Marmeladenbrot gefolgt von einem Becher Kaffee, der uns letztendlich die Müdigkeit aus den Augen veretrieb. Somit waren wir auch schon startklar für die Stadt Port Macquarie, die wir nach ca. 2 Stunden Fahrt schließlich erreichten. Nach einer kleinen Sightseeing Tour fing es auch hier an zu regnen. Ich habe langsam das Gefühl, dass uns die Regenfront  an den Fersen klebt. Unterschlupf fanden wir in einem kleinen Burger- Shop, in dem auch unser Lunch statt fand. Doch auch unser Glück hatte nun auch ein Ende, nachdem wir unseren Van wieder erreichten. Dieser wollte nicht mehr anspringen.  Unser erster Tipp fiel auf die Batterie, doch da Licht und Radio einwandfrei funktionierten kam der Gedanke auf, dass der Starter oder die Zündkerzen hinüber sind. Ein Glück, dass wir Hannes dabei haben um verschiedene Werkstätten abzufahren, doch die Suche nach einer freien Werkstatt äußerte sich als schwierig. Entweder fallen bei allen Australiern die Motoren über die Weihnachtszeit aus  oder jeder möchte sein Auto mit jeglichen Schnickschnack aufrüsten, da das Weihnachtsgeld des Chefs eingetroffen ist. Keine Werkstatt hatte nämlich einen freien Termin für uns bis wir schließlich die letzte Werkstatt auf unserer Suchliste besuchten und wie das Glück so will, handelte dieser Werkstattbesitzer sofort und rief erstmal den Abschleppdienst an um unseren Van zu sich zu bringen. Vorort wurde dann das Problem untersucht und gefunden: Die Batterie war zu schwach um den Motor zu starten bzw. wurde nur noch leicht von der Lichtmaschine geladen. Mit einem Glücksgefühl, dass es „nur“ die Batterie sei, wurde eine neue Batterie eingebaut und unser Geldbeutel war um gut 200$ leichter. Doch dafür konnten wir nun unsere Weiterreise antreten, die uns über Nelson Bay und Newcastle führte. Wie es aussieht werden wir auch wohl Weihnachten in der Nähe von Sydney verbringen. Ich hoffe ich finde dort eine Kirche um die Familientradition weiter zu führen ;) Für diejenigen, die sich für meine Unterkunft auf der der Farm interessieren, habe ich noch ein paar Bilder parat.

Über Weihnachten habe ich auch für den ein oder anderen eine kleine Weihnachtsüberraschung. Also, liebe Leute, schaut die nächsten zwei Tage hier vorbei.


Ford Econovan

Weit sind wir nicht gekommen. Am Donnerstag, den 10.11.2011, konnten Ilya und ich unseren Ford Econovan vom Händler abholen. Während der Fahrt zurück zum Hostel kam uns die Motortemperatur ein wenig hoch vor. Wir haben das aber auf das Wetter und den neuen Radiator geschoben.

Gestern (11.11.2011) kam dann aber die große Überraschung. Nachdem wir von einem Campingzubehör- Geschäft auf den Highway bogen stieg plötzlich die Motortemperatur wieder an

„Verdammt, hoffentlich hat das Kühlsystem kein Leck“

Wir versuchten ruhig zu bleiben doch die hohe Motortemperatur brachte mich ins Grübeln und so musste ich an den Motor meines Seat Cordoba in Deutschland denken, der durch nicht ausreichende Kühlung einen Schaden an der Zylinderkopfdichtung erlitt.

„Hoffentlich passiert uns das nicht“

Kaum waren diese Worte ausgesprochen fing es im Motorraum zu klappern.

„Ist das ein Blech, das da klappert oder sind das die Zylinderköpfe?“

Glücklicherweise war die Abfahrt vor uns, die uns aber noch mehr ins Ungewisse stürzte. Wir wurden langsamer, das klappern stärker.

„Das sind die Zylinderköpfe. Wir haben einen Kolbenfresser“

Wir wussten, dass wir direkt zur Werkstatt mussten doch bis dahin kamen wir nicht. Der Motor verreckte mitten auf der Straße. Rund um den Van war Rauch und es stank fürchterlich.

„Das ist doch wohl nicht wahr. Wir sind erst 50km mit unserem Van gekommen und schon verabschiedet sich der Motor. Super! Wir müssen uns abschleppen lassen, doch zunächst muss der Van sicher geparkt werden.“

Ein Australier sah unsere Notlage und schob mit uns den Wagen an den Straßenrand.

Danach zückte ich mein Handy, rief den Autohändler an und schilderte ihm unsere Lage. Nach langem Hin und Her sagte er uns, dass in ca. 3 Stunden der Abschleppdienst käme. Jetzt hieß es warten. McDonalds, Iphone und gelegentliches Fluchen half uns dabei die Wartezeit zu überbrücken und so traf auch der Abschleppdienst nach ca. 3 ½ Stunden bei uns ein. Schnell war unser Van verladen und so ging ein ärgerlicher Tag zu Ende.

Der heutige Tag (12.11.2011) verlief eher gelassen. Nach zwei Telefongesprächen mit dem Händler war die Ursache für den Motorschaden bekannt:

Es war keine Kühlflüssigkeit im Kühlsystem vorhanden. Der Motor ist nicht mehr verwendbar.

Der Händler versicherte uns aber einen neuen Motor einzubauen und, dass wir eine Garantie gegen Schäden am Motor für drei Monate bekommen. Dennoch müssen wir uns bis Dienstag gedulden. Natürlich kommen keine Kosten für uns auf, da das unter die Händlergarantie fällt.

„Das hört sich doch gut an“, sagte ich ihm und überbrachte Ilya die positive Nachricht. Vielleicht können wir ja unsere Reise doch schon gegen Ende dieser Woche antreten. Ich hoffe, dass es jetzt endlich funktioniert.


Updates

Lange habe ich es angekündigt und langsam kommt der Ball ins rollen. Updates! Wir ihr schon gesehen habt, habe ich zwei weitere „Seiten“ hinzugefügt. Das sind einmal „Flop- Liste“ und „Ford Econovan“. Die Flop-Liste erhält alle paar Tage eine Aktualisierung. Dazu gehören z.B. Verständnisschwierigkeiten, verlorene Gegenstände oder alltägliche Pannen.

Die zweite „Seite“, nämlich „Ford Econovan“, listet alles rund um unseren Van auf. Von Pannen, Problemen und Umbauten wird alles vertreten sein.

Aber das werden nicht nur die einzigen Updates sein. Ich habe mir überlegt, ein paar Videos über mich und meine Reise reinzustellen. Nur muss ich schauen, wie ich den Upload bewerkstelligen werde.

Klickt euch einfach durch meine Seite. Ich würde mich sehr über ein kleines Feedback freuen.


Gesund nach Brisbane!

Vielen Dank an alle, die mir eine aufmunternde Nachricht per Facebook oder über meinen Blog geschrieben haben.

Mir geht es wieder gut. Der Schnupfen ist zwar noch nicht vollständig verschwunden, doch ich fühle mich richtig gut.

Danke Mama, für deine Heilrezepte! Bei Muttern ist es wirklich am Besten!

Ich glaube, ich habe meine Liebe für frischen Zitronentee gefunden. Der bewirkt echte Wunder.

@Fabian und Tobi: Ihr solltet den auch mal probieren, wenn ihr eine Erkältung habt xD

Da es mir wieder gut geht, habe ich mich soeben zum nächsten Greyhound Bus Shop bewegt um ein Ticket für morgen nach Brisbane zu buchen. Abfahrtszeit ist um 7.45 Uhr (australische Zeit). Wenn ich dann die Grenze zu Queensland übertreten habe, werden die Uhren, wenn ich mich nicht täusche, um eine Stunde zurück gestellt.

Meine erste Bewerbung für eine Küchenhilfe in Brisbane ist gestern auch versendet worden. So langsam habe ich mich auch in das australische Leben eingefunden und so fällt es einem von Tag zu Tag leichter, günstig einzukaufen, Bankangelegenheiten zu klären und sich über so manche Dinge zu beschweren.

Schöne Grüße aus dem schwülen und warmen Byron Bay.


Langsam wird es teuer: Der Netbook-Kauf

Desto näher der 9. Oktober rückt, desto mehr schwindet auch mein Geld dahin. Seit einigen Wochen informiere ich mich über ein optimales Netbook für Down Under: klein, leicht und robust sollte es sein. Doch dies sind nicht die einzigen Kriterien, die es erfüllen muss. Um der Sonneneinstrahlung gut entgegen zu wirken, muss das Display matt sein, da ich das Netbook nicht als Spiegel benutzen möchte. Um auch unterwegs erreichbar zu bleiben wäre ein integriertes UMTS- Modul sehr von nützen.

Nach langem Suchen fiel dann die Entscheidung auf das x121e von Lenovo, das vor kurzem erschienen ist und von mehreren Foren jetzt schon empfohlen wird. Diverse Testberichte überzeugten mich vom Gerät.

Doch der Preis schreckt einen ab.

Das Netbook selber raubt mir knapp 370€ aus der Reisekasse. Da noch kein Windows 7 installiert ist, fallen nochmals 70€ an und das optionale UMTS- Modul erhöht den Preis um ca. 130€.

Netbook: x121e

UMTS- Modul: Lenovo ThinkPad GOBI2000 GPS

Windows 7 Home Premium

Somit kommt man auf einen Gesamtpreis von ca. 570€. Naja, der Preis steigt halt exponentiell mit der Ausstattung. Dennoch heißt es: “Wer billigt kauft, kauft zweimal,” und in einem solchen Land möchte ich mich weder mit einem Netbook rumärgern noch es mit Samthänden tragen wollen. Deshalb werde ich mich, trotz des Preises, für das x121e entscheiden.


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